Das Leid einer liebenden Mutter

Insel Verlag Fester Einband  347 Seiten Erscheinungsdatum: 11.03.2013  Preis: 19,95 € ISBN: 9783458175629

Insel Verlag
Fester Einband
347 Seiten
Erscheinungsdatum:
11.03.2013
Preis: 19,95 €
ISBN: 9783458175629

Klappentext
Vancouver Island, ein kühler Morgen im August, früh um fünf: Eine schmale junge Frau im groben Arbeitsoverall legt ein winziges Bündel auf einer Türschwelle ab und eilt davon. Das Bündel ist ein neugeborenes Mädchen, eingewickelt in ein graues Sweatshirt, ein Schweizer Offiziersmesser zu ihren Füßen als einzige Erinnerung an ihre Mutter. In den folgenden Jahren wird Shannon von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht, bis sie schließlich bei der warmherzigen Miranda und ihrer Tochter Lydia-Rose ein Zuhause findet. Doch Shannon fühlt sich auch dort stets wie eine Fremde – von wem hat sie den blonden Lockenbusch auf dem Kopf, woher die kleine Statur? Die Frage, warum sie ist, wie sie ist, und die drängende Sehnsucht, ihre Mutter zu finden, lassen sie nicht los, und so macht sie sich mit sechzehn auf die die Suche nach der Frau im Overall, das Schweizer Offiziersmesser in der Tasche. Ihr Weg führt sie tief in uralte Wälder, deren Baumkronen die Pfade wie ein Gewölbe überspannen. Was Shannon dort findet, ist eine ergreifende Geschichte von wilden Herzen, beschädigten Helden und von leisem Schmerz.

∗∗∗

Shannons Odyssee fängt an dem Tag ihrer Geburt an. Sie wurde von ihrer Mutter vor dem YMCA abgelegt. Dann kommt sie in diverse Pflegefamilien, in denen sie aber nie lange bleibt, weil immer irgendetwas vorfällt. Mal trennen sich die Pflegeeltern, mal sind sie Drogenabhängig, andere schlagen Shannon. Im Alter von 5 Jahren kommt sie zu Miranda und ihrer Tochter. Dort wird sie liebevoll aufgenommen. Doch es gibt strenge Regeln, an die es sich zu halten gilt. Shannon hat immer das Gefühl, dass sie eine Fremde ist, die nur geduldet wird. So beginnt sie eines Tages ihre Eltern zu suchen.

Dieser Roman hat es in sich. Direkt am Anfang beschleicht mich eine Wut auf die Mutter, dass sie ihr Kind einfach so ablegt. Dann kommen in Laufe der Geschichte viele Menschen auf den Plan, die Shannon verletzen. Sowohl psychisch wie auch physisch. Das zu lesen tut sehr weh und man fragt sich wie viel Leid kann ein Kind ertragen?

Der Roman ist in zwei Erzählstränge aufgebaut. In dem einen erzählt Shannon immer aus ihrem aktuellen Leben aus der Ich-Perspektive. Im zweiten erzählt sie auch aus ihrer Sicht, doch sie erzählt die Geschichte ihrer Mutter und wie es dazu kann, dass sie vor dem YMCA abgelegt wurde. Nach und nach erfährt der Leser Details, die einem ans Herz gehen und die Verzweiflung von Yula (Shannons Mutter) spüren lässt.

Shannons Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Mir hat Shannon so leid getan. All das Leid, dass sie erfahren musste. Immer habe ich gehofft, dass sich alles zum Guten wendet. Am Anfang war ich so böse auf Yula, aber je weiter man liest und je mehr man erfährt, fragt man sich irgendwann …. wer von beiden, Shannon oder Yula, musste mehr leiden.

Ein hochemotionaler Roman, den man gelesen haben sollte.

 

5 von 5 Sternen

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2 Gedanken zu “Das Leid einer liebenden Mutter

  1. Ich habe jetzt etwa die Hälfte gelesen, aber ich muss es leider abbrechen, da es mich ganz tief herunter zieht. Das ist nur etwas für wenig sensible Leser, die viel Leid aushalten. Sowohl die kleine Shannon als auch ihre Mutter stehen weit auf der Schattenseite des Lebens und bisher ist kein Lichtblick am Horizont zu sehen. Ich breche ungern ein Buch ab, schade!

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