Drehen, drehen, drehen …

btb Fester Einband  304 Seiten  Erscheinungsdatum: 26.04.2016  Preis: 19,99 € ISBN: 9783442756803

btb
Fester Einband
304 Seiten
Erscheinungsdatum:
26.04.2016
Preis: 19,99 €
ISBN: 9783442756803

Klappentext
Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradititon zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte …

∗∗∗∗∗

„“Drehen, drehen, drehen“, sagte Luca. Es war, was unser Vater uns erklärt hatte. Wir mussten lernen; das Eis musste sich drehen.“ (Seite 111)

Ja, das Eis muss sich drehen … immer und immer wieder, aber nicht zu lange, weil sonst wird es zu körnig.

Mein Kopf stand auch kurz davor durchzudrehen. Ach Menno, was bin ich enttäuscht. Nach dem wundervollen Debüt „Fünf Viertelstunden bis zum Meer“ von van der Kwast hatte ich mich so sehr auf das neue Buch gefreut. Doch als ich schon den „dicken“ Wälzer sah, war ich skeptisch, ob van der Kwast bei dem Umfang an den alten Erfolg anknüpfen kann. Und was soll ich sagen … er kann nicht.

Sicherlich, es war sehr interessant etwas über die Entstehung des Eis zu erfahren und wie es in die Welt kam oder auch über das Leben der Eismacher. Das diese im Sommer immer arbeiten müssen, ihr Leben lang. Wir machen uns darüber gar keine Gedanken. Kaufen ein Eis beim Italiener unseres Vertrauens, doch das der nur im Winter Urlaub machen kann ist vielen gar nicht klar. Oder auch die Tatsache, wie sehr die Eismacher von gutem Wetter im Sommer abhängig sind … Das alles war Mega spannend und las sich auch sehr gut. Doch irgendwann wiederholte sich alles permanent.

Ich lese eigentlich nicht quer, aber spätestens nach dem gefühlten 100 Literaturfestival, dem Giovanni beiwohnt habe ich angefangen quer zu lesen. Und was soll ich sagen … erst auf Seite 230 kam der Satz, auf den ich die ganze Zeit schon gewartet hatte. Denn was in etwas wirklich passiert in dem Buch, kann man aus dem Klappentext erahnen. Tja, und dann blieben noch 150 Seiten für die „eigentliche“ Geschichte.

Für mich hätte dieser Roman ruhig 200 Seiten weniger haben können. Aber auch dann wäre er leider nicht so wunderschön gewesen, wie das Debüt von van der Kwast. Mir fehlten bis zum Schluss die wundervolle Sprache und das Gefühl/ die Magie, die das erste Buch hatte.

Schade, schade … aber wie immer an dieser Stelle … das ist meine Meinung. Macht euch bitte eure eigene Meinung.

„Mehr als ein halbes Jahrhundert kein langer, sonniger Sommer, kein früher Sommer, kein leerer Sommer, kein schwüler Sommer, kein kühler Sommer, kein wehmütig süßer Sommer, kein Sommer am Meer.“ (Seite 60)

2 von 5 Sternen

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2 Gedanken zu “Drehen, drehen, drehen …

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