Die ach so liebe Familie

DVA Fester Einband 377 Seiten Erscheinungsdatum: 09.11.2015  Preis: 19,99 € ISBN: 9783421047007

DVA
Fester Einband
377 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.11.2015
Preis: 19,99 €
ISBN: 9783421047007

Klappentext
Rosaleen ist eine Frau, die nichts tut und von anderen alles erwartet. Sie ist Mitte siebzig, die vier Kinder sind schon lange aus dem Haus. Die Brüder Dan und Emmett sind vor der Enge der irischen Heimat in die Ferne geflohen; das Nesthäkchen Hanna wollte auf den Theaterbühnen der Welt reüssieren, spricht aber nun dem Alkohol zu, und Constance, die Älteste, hat sich selbst verloren. Doch abgenabelt hat sich keines der Kinder. Noch immer versucht jedes auf seine Weise, es dieser besten aller Mütter recht zu machen. Und scheitert.
Da kommt die Einladung zu einem letzten Weihnachtsfest in Ardeevin. Rosaleen möchte das Haus, in dem die Kinder groß geworden sind, das voller Erinnerungen an glückliche Momente und Verletzungen steckt, verkaufen. Die Geschwister reisen mit diffuser Hoffnung auf Versöhnung an – und doch endet es, wie bisher jedes Weihnachten geendet hat.

∗∗∗∗∗

Oh my Dark Rosaleen,
Do not sigh, do not weep!
The priests are on the ocean green,
They march along the deep.” (Seite 202)

Im ersten Teil geht es um die einzelnen Charaktere. Die Kinder und auch Rosaleen werden in einzelnen Kapiteln porträtiert.

Hanna ist das Küken der Familie. Als ich sie kennen lerne hat sie einen Traum: Sie möchte einmal Schauspielerin werden. Jahre später ist aus ihrem Traum nichts geworden. Vor lauter Frust hat sie sich in dem Alkohol zugewandt. Einzig ihr Baby ist ihr ab und an ein Trost.

Constance ist Mutter und Ehefrau. Sie ist immer für alle da. Ihr Perfektionismus bringt sie an den Rand der Selbstaufgabe. Als sie erkrankt ist niemand für sie. Erst da erkennt sie, dass sie etwas ändern muss …

Emmett ist aus der familiären Idylle früh ausgebrochen. Ihn hat es in die weite Welt verschlagen. Dort versucht er Gutes zu tun, findet aber auch keinen Anker im Leben. Beziehungen halten nie lange.

Dan braucht ein halbes Leben um sich seiner Homosexualität zu stellen. Er lebt eine Zeitlang in Amerika zu einer Zeit in der Aids noch nicht so bekannt war. Viele seiner Freunde sterben daran.

Rosleen, Mutter dieser vier Kinder, Witwe. Sie hat sich wenig um die Kinder gekümmert. Oft lag sie stunden- oder sogar tagelang im Bett und hat sich ihrer Welt hingegeben. Die Kinder wuchsen mehr oder weniger alleine auf.

Im zweiten Teil geht s um das Weihnachtsfest, zu dem Rosaleen ihre Kinder eingeladen hat. Sie will ihnen mitteilen, dass sie das Haus verkaufen will. Aber irgendwie läuft wie immer alles aus dem Ruder …

“And Spanish ale shall give you hope,
My Dark Rosaleen,
My own Rosaleen!” (Seite 202)

Ehrlich gesagt habe ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan. Keiner der Protagonisten ist mir ans Herz gewachsen. Ich mochte keinen von ihnen. Alle waren irgendwie nur mit sich selber beschäftigt. Das liegt sicherlich an Rosaleen, die durch ihre Art und Weise für mich keine gute Mutter war/ ist. Ihre Anliegen waren und sind immer wichtiger als die ihrer Kinder. So auch an dem Weihnachtsfest. Als schließlich Constance als die Ältere es endlich schafft sich von der Mutter zu „befreien“ passiert etwas, womit Rosaleen nicht gerechnet hat. Und hier liegt die Krux. Keines der Kinder hat es geschafft sich von der Mutter abzunabeln, obwohl diese so lieblos zu ihren Kindern war/ ist. Diese Lieblosigkeit hat die einzelnen Kinder sehr geprägt.

Ein Buch, das sicherlich wegen der Familiengeschichte interessant ist, sich aber nicht leicht lesen lässt, weil die Protagonisten schwierig sind. Ein Buch, bei dem ich als Buchhändlerin nicht weiß wem ich es empfehlen soll/ kann.

Aber macht euch bitte euer eigenes Bild oder auch nicht 

“Shall glad your heart, shall give you hope,
Shall give you Health, and help, and hope,
My Dark Rosaleen!” (Seite 203)

 

3 von 5 Sternen

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