… aus „Mr Gwyn“ von Alessandro Baricco

Hoffmann und Campe Fester Einband  320 Seiten  Erscheinungsdatum: 27.02.2016 Preis: 22,00 € ISBN: 9783455405613

Hoffmann und Campe
Fester Einband
320 Seiten
Erscheinungsdatum:
27.02.2016
Preis: 22,00 €
ISBN: 9783455405613

 

„Jasper Gwyn blieb zweiundsechzig Tage in dem kleinen spanischen Hotel, eine angenehme Zeit. Als es ans Bezahlen der Rechnung ging, waren unter den Extrakosten zweiundsechzig Tassen kalte Milch, zweiundsechzig Gläser Whisky, zwei Telefonate, eine gesalzene Rechnung der Wäscherei (hundertneunundzwanzig einzelne Posten) und der Kauf eines Transistorradios verzeichnet – was einen gewissen Eindruck von seinen Neigungen vermitteln mag.“ (Seite 13)

∗∗∗

„Jasper Gwyn hatte sich vorgestellt, dass die Leute die beschriebenen Blätter mitnehmen und bei sich zu Hause in einer Schublade aufbewahren oder auf einen Couchtisch legen würden. Wie sie ein Foto aufbewahren oder ein Bild an die Wand hängen konnten. Dies war ein Aspekt der Geschichte, der ihn wirklich begeisterte.“ (Seite 51)

∗∗∗

„Und er erklärte, was ihm gefallen würde, sei ein akustischer Hintergrund, der sich veränderte wie das Licht im Laufe des Tages, nämlich unmerklich und kontinuierlich. Vor allem aber: elegant. Das sei sehr wichtig. Er fügte hinzu, was ihm vorschwebe, dürfe nicht den geringsten Rhythmus haben, nichts sein als ein Werden, das die Zeit aufhebt und einfach die Leere einer ohne alle Koordinaten vergehenden Gegenwart füllt.“ (Seite 65)

∗∗∗

„Jasper Gwyn hat mir beigebracht, dass wir keine Figuren sind, sondern Geschichten. Wir begnügen uns immer mit der Vorstellung, eine Figur in wer weiß welcher Abenteuergeschichte zu sein, auch in einer ganz simplen, aber wir müssten einsehen, sagt er, dass wir die ganze Geschichte sind, nicht nur diese Figur. Wir sind der Wald, durch den sie wandert, der Bösewicht, der sie reinlegt, das Durcheinander um sie herum, wir sind alle Leute die vorbeigehen, die Farben von Dingen, die Geräusche.“ (Seite 226)

∗∗∗

„Sie erkannten sich in den Ereignissen, die passierten, in den Gegenständen, den Farben, im Tonfall, in einer gewissen Langsamkeit, im Licht und auch in den Figuren, natürlich, aber in allen, nicht nur in einer, in allen gleichzeitig – denn, wir sind eine Menge Dinge, und alle gleichzeitig.“ (Seite 228)

∗∗∗

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s