Das Kind im Bauch

Diogenes Fester Einband  208 Seiten  Erscheinungsdatum: 26.10.2016  Preis: 22,00 € ISBN: 9783257069822

Diogenes
Fester Einband
208 Seiten
Erscheinungsdatum:
26.10.2016
Preis: 22,00 €
ISBN: 9783257069822

Klappentext
Trudy betrügt ihren Ehemann. Sie wohnt nach wie vor in seinem Haus – einem heruntergekommenen Einfamilienhaus in London, das ein Vermögen wert ist -, aber ohne ihren Gatten, den Dichter und Verleger John. Stattdessen geht dort sein Bruder ein und aus, der zutiefst banale Bauunternehmer Claude. Trudy und Claude haben einen Plan. Doch ihre Intrige hat einen Zeugen: das wissbegierige, knapp neun Monate alte, ungeborene Kind in Trudys Bauch.

∗∗∗∗∗

Ich habe mich sehr gefreut als ich im Herbst  in der Verlagsvorschau von Diogenes den neuen Roman von Ian McEwan entdeckte. Der Klappentext sprach mich sofort an. Doch im Weihnachtstrubel war es mir nicht möglich das Buch zu lesen, denn ich wollte mir Zeit dafür nehmen um darin abzutauchen. Daher war ich dann doch sehr überrascht, als ich mit dem Buch anfing. Ich wusste, dass es um eine Intrige ging und dass es einen Zeugen dafür gibt, nämlich das Baby im Bauch. Doch was mich echt überraschte war die Tatsache, dass die gesamte Geschichte von dem Kind im Bauch erzählt wird. Am Anfang fand ich das sehr befremdlich und ich stellte mir an vielen Stellen die Frage, kann ein Kind im Bauch der Mutter wirklich so viel mitbekommen von seiner „Umwelt“ wie es in dieser Geschichte den Anschein hat? Kann ein Kind im Bauch Einfluss auf Handlungen nehmen? Im Laufe der Geschichte habe ich diese Gedanken auf Seite geschoben und mich ins Buch fallen lassen. Die Spannung, was denn da passiert, war zu weilen nicht auszuhalten und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Irgendwie hoffte ich immer, dass alles ein gutes Ende nehmen wird. Irgendwie hat es dann ja auch … je nachdem wie man es betrachtet.

McEwan hat mit diesem Buch einen ungewöhnlichen Weg des Schreibens eingeschlagen. Das Kind im Bauch erzählt die Geschichte. Die Geschichte seiner Mutter, seines Vaters und dem Liebhaber seiner Mutter. Und das in einer Art und Weise, die mich als Leser neugierig macht, abstößt aber auch fasziniert. Manchmal denke ich ach das arme Kind und dann wieder bin ich total angenervt  von diesem altklugen Geschwafel welches das Kind im Mutterleib von sich gibt. Was mir noch auffällt, ist das McEwan mit Sprache nur so um sich haut. Er benutzt Wörter die manchmal erst nachschlagen muss, da ich sie noch nie gelesen habe.

Trotz allem hat mich dieses Buch mehr fasziniert als das es mich  genervt hat. Ich finde ein gewagtes und mutiges schriftstellerisches Experiment, aber ein sehr gelungenes!!!

 

4 von 5 Sternen

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Ein Gedanke zu “Das Kind im Bauch

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