Was alles war oder auch nicht oder so …

 

Knaus, ISBN: 9783813507553, Preis: 19,99 €

 

Klappentext
Dass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört – sie liebt ihre Eltern und wird von ihnen geliebt. Daran ändert sich auch nichts, als sie ihre leibliche Mutter kennenlernt, mit der sie nichts zu verbinden scheint. Und doch … Susa erfährt von Brüdern und verspürt eine irritierende Sehnsucht nach ihnen. Und ist der Wunsch, den biologischen Vater kennenzulernen, ein Verrat an ihrem im Sterben liegenden Adoptivvater? Als Susa sich in Hendryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Ehe bringt, wird die Sache noch komplizierter. Was ist das überhaupt, eine Familie? Was begründet sie? Die Gene? Die Liebe?

∗∗∗∗∗

Sie sind großartig, sie sind loyal, sie machen mich manchmal verrückt, sagte ich, aber das gehört dazu, sie lieben mich, das ist vielleicht das Wichtigste, ich hatte nie den Eindruck, dass ich nicht ihr leibliches Kind bin.“ (Seite 43)

Anfangen, Lieben, Verlieren, Weitermachen, Finden heißen die fünf Kapitel in diesem Buch.

In „Anfangen“ erfahre ich etwas über Susa und ihr Leben. Sie ist eine junge Frau, Selbstbewusst und steht mit beiden Beinen in Leben. Das sie als Kind adoptiert wurde störte sie nicht und war/ ist für sie vollkommen in Ordnung. Doch eines Tages gerät diese Sichtweise ein wenig ins Wanken. Nämlich an dem Tag, an dem ein Brief ihrer Mutter Viola ins Haus flattert, in dem sie Susa um ein Treffen bittet. . Susa ist hin und hergerissen und trifft ihre Mutter.

Im zweiten Teil „Lieben“ trifft Susa Hendryk, Vater zweier Kinder und Witwer. Die beiden verlieben sich ineinander. Die Kinder von Hendryk mögen Susa, dennoch gibt es hier und da Probleme. Henry und Susa heiraten.

„Verlieren“ erzählt über den Verlust von Susas  Adoptivvater, der an Krebs stirbt. Dieser Abschnitte zeichnet die Zeit kurz vor dem Tod und eine kurze Zeit danach auf.

Nach dem Tod des Vaters heißt es „Weitermachen“. Susa ist an einem Punkt im Leben angelangt, an dem sie ihr bisheriges Leben hinterfragt. Auch die Ehe mit Hendryk scheint an einem Wendepunkt.

Und dann kommt schließlich noch „Finden“. Hier sucht Susa unter anderem ihren leiblichen Vater und den weiteren Weg in ihrem Leben.

„Dass das alles von außen so nichtssagend und bedeutungsleer aussieht, muss ja nicht bedeute, dass es sich von innen auch so dumpf und besinnungslos anfühlt.“ (Seite 110)

Puh … dies ist wieder eines dieser Bücher, das in den Medien und unter Lesern gehypt wird. Es steht unter anderem auf der SWR Bestenliste für den Monat Juni. Irgendwie traue ich mich gar nicht etwas negatives zu schreiben. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich mich hier verbiegen würde und nicht das schreibe, was ich denke.

Zuerst einmal hat mich das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Familie … was sie ist, sein kann und all das Drumherum finde ich ein spannendes Thema.
Zuerst einmal zu den Charakteren in diesem Buch …. sie alle sind mir fremd geblieben. Mit keinem einzigen Charakter konnte ich warm werden. Alle sind so farblos und nichtssagend, konnten keine Emotionen in mir wecken. Einzig Viola, die leibliche Mutter von Susa, hat mich mit ihrer Art das Leben zu betrachten, ein wenig auf die Palme gebracht.

Stil und Sprache haben mir dann den Rest gegeben. Eigentlich mag ich Bandwurmsätze. Annette Mingels verwendet davon viele … seeeeehr viele. Soweit so gut oder auch nicht, denn diese Sätze können sowohl plötzlich „wörtliche Rede“ haben (die nicht als solches gekennzeichnet ist) und in der Zeit springen. Das hat mich echt kirre gemacht. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, um zu verstehen was Mingels von mir will bzw. mir sagen will. Das hat das Buch/ die Geschichte mega anstrengend gemacht.

Schade! Sehr schade!!!  Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen. Aber bitte macht Euch euer eigenes Bild davon, denn das ist nur meine Meinung.

 

3 von 5 Sternen

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