Adas Geräusche des Lebens

Thiele & Brandstätter Verlag
Fester Einband
336 Seiten
Erscheinungsdatum:
16.08.2017
Preis: 20,00 Euro
ISBN: 9783851793642

Klappentext
Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der >unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird<, doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig.
Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.

∗∗∗∗∗

„Seit dieser Zeit war Ada immer sehr geduldig, und sie hatte auch gelernt, aufmerksam zu sein, damit sie immer sagen konnte, wann etwas zu Ende ging und wann etwas anfing. Sie begriff, dass die Dinge, die zu Ende gehen, dies sehr still tun. Während Dinge, die beginnen, einen hellen und wunderschönen Klang haben.“ (Seite )

Adas Mutter hat ihr Kind verlassen, um ihr eigenes Leben zu leben. Somit wächst Ada bei ihrer Großmutter Teresa auf. Diese liebt ihre Enkelin über alles und versucht ihr die Dinge und den Lauf des Lebens beizubringen. Dann wird Teresa krank, sehr krank und Ada wird bald auf sich allein gestellt sein. In dieser Zeit lernt sie Giulia kennen und Matteo lieben. Doch für Ada ist dies alles neu und fremd. Bisher war immer ihre Großmutter in der Nähe, um sie zu beschützen. Und so kommt, was kommen muss, Adas Leben wird auf den Kopf gestellt und sie weiß plötzlich nicht mehr was richtig oder falsch ist.

„Teresa hatte ihr beigebracht, wie wichtig es ist, sich von allen etwas zu bewahren – auch das Gefühl der Erwartung auf etwas Schönes, auf das man gehofft hat, und eben den Moment, in dem es eintrifft, sollte man festhalten.“ (Seite 74)

Ganz ehrlich habe ich von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet. Eine Geschichte über Geräusche und Sensibilität für das Erkennen und fühlen dieser Geräusche. Doch dieses Buch ist ganz anders.

Trotzdem hat es mir bedingt gefallen. Mir hat Ada als Protagonistin gefallen und Teresa. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung. Teresa versucht ihr Leben lang Ada das Gefühl zu vermitteln, dass sie geliebt wird. Denn das ist Adas Defizit. Durch den Verlust der Mutter glaubt Ada, dass sie es nicht wert ist geliebt zu werden. Sie traut sich nicht Beziehungen aufzubauen, und dabei ist es egal um welche Form der Beziehung es geht … Haustier (sie hat Angst, dass das Sterben und / oder weglaufen kann), Freundschaften und Beziehungen (die können beendet werden) usw.
Mit Teresas Tod wird sie ins kalte Wasser geworfen. Plötzlich muss Ada sich dem Leben stellen … erlebt die Liebe, den Verlust und den Neubeginn.

Das alle hat Greco besonders einfühlsam beschrieben und dargestellt. Einige Dinge waren vorhersehbar, aber alles in allem hat mir die Story gefallen, auch wenn meine Erwartungen andere waren.

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