Kurz & Knapp … Mai 2019

 

Mittagsstunde von Dörte Hansen

Ingwer Feddersen kehrt nach Jahren in sein Heimatdorf zurück. Er hat es in den 70zigern verlassen. Zu eng ist ihm alles geworden, keine Perspektive bot es ihm als junger Mann, die Stadt war einfach reizvoller … spannender. Nun kehrt er nach Hause zurück. Das Dorf hat sich verändert, wie Ingwer auch. Der fühlt sich irgendwie schuldig, dass er seine Familie zurückgelassen hat … in diesem tristen Dorf, das dem Untergang geweiht war. Und jetzt? Was hält Ingwer jetzt in diesem Dorf?

„Altes Land“ habe ich geliebt. War das ein grandioses Buch. Umso mehr habe ich mich auf diesen neuen Roman von Dörte Hansen gefreut. Als die ersten Stimmen zu diesem Buch kamen, habe ich mich noch mehr darauf gefreut, da diese alle voll des Lobes waren. Tja und was soll ich sagen … ich bin so mega enttäuscht von diesem Buch, von dieser Geschichte. Sprachlich ist es wieder ein Genuss, aber Inhaltlich finde ich es furchtbar, dabei hätte es gut werden können.

In dieser Geschichte wird Dorfgeschichte aufgearbeitet. Einige Bewohner des Ortes kommen zu Wort, erzählen aus ihrem Leben im Ort und vom Wandel der Zeit. Das ist sososo dröge und langweilig, dass ich immer wieder daran überlegt habe abzubrechen. Aber ich habe mich dadurch gekämpft, weil es ein gutes Thema ist. Dieser Wandel in den Dörfern passiert, glaub ich, überall auf dieser Welt. Die Jugend geht, weil  das Dorf scheinbar keine Perspektive hat. Manche Dörfer zerfallen dadurch. Aber es gibt auch Dörfer die daran wachsen, sich verändern, die Menschen die dort leben aktiv etwas verändern und dann kehren die Jungen wieder zurück. Meist mit Familie.

Fazit: Ein wirklich interessantes Thema, leider nur entsetzlich langweilig umgesetzt. Schade!

(Penguin, ISBN: 9783328600039, Preis: 22,00 Euro)

 

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Düsternbrook von Axel Milberg

In diesem Buch erzählt Axel Milberg biografische und fiktive Geschichten aus seinem Leben. Die Geschichte beginnt in seiner Kindheit und endet, als er seine Berufung in der Schauspielerei findet.

Sorry Leute, aber noch so ein Buch, dass Sterbens langweilig ist. Milberg reiht eine Anekdote an die andere, und die sind teilweise so banal, dass ich mich frage wen interessiert das? Mich nicht! Auch hier habe ich etwas vollkommen anderes erwartet, Ich mag Milberg sehr, als Schauspieler. Mag seine philosophischen Rollen. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu sehr an seine Rolle als Schauspieler verknüpft. Nun denn … lest selbst!

Fazit: Leider, leider enttäuschend!

(Piper Verlag, ISBN: 9783492059480, Peis: 22,00 Euro)

 

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Die 48 Briefkästen meines Vaters von Lorraine Fouchet

Chiara erfährt an ihrem 25. Geburtstag, dass ihr Vater, der vor ihrer Geburt auf tragische Weise ums Leben kam, gar nicht ihr Vater sein soll. Chiara ist entsetzt. Hat ihre Mutter ihr in all den Jahren etwas vorgemacht? Ihre Mutter, die den Vater abgöttisch liebte, sollte einen One-Night-Stand gehabt haben? Chiara kann das nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ein ganz netter Roman, in den ich sofort versunken bin. Eine junge Frau auf der Suche nach der Wahrheit. Spannend und kurzweilig geschrieben. Ich habe schon einige Bücher von Fouchet gelesen. Ich mag ihre Schreibe, doch dieses Buch empfinde ich als das schwächste, von denen, die ich gelesen habe.

Fazit: Ein Buch für einen lauen Sommertag. Schnell gelesen ohne bleibenden Eindruck! 

(Atlantik Verlag, ISBN: 9783455005424, Preis: 16,00 Euro)

 

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