Neulich in der Buchhandlung … #16

 

Hallo Ihr Lieben,

gestern ist mir etwas passiert, was mich erst einmal sehr verletzt hat. Später hab ich mich geärgert und jetzt kann ich nur noch den Kopf schütteln. Es ist mal keine nette Geschichte aus der Buchhandlung, sondern diese gehört in die Kategorie weniger Schönes aus der Buchhandlung. Aber die muss es ja auch geben.

Am Montag rief ein Kunde an und bestellte ein italienisches Buch, um diese Sprache zu lernen. Laut Bibliografie war das Buch lieferbar und ich sagte dem Kunden, dass er es am Dienstag ab 10 Uhr abholen kann. Dienstagmorgen packe ich meine Kisten aus und das Buch ist nicht dabei. Auf dem Lieferschein stand „Teillieferung, Rest kommt mit der nächsten Lieferung“. Das komische war, dass nur dieses eine Buch fehlte und in der Wanne war auch noch Platz für weiter Bücher. Also habe ich bei Libri angerufen, und die erklärten mir, dass der Titel wohl außerhalb der Reichweite des „normalen Sortiments“ liege, und somit vor Abfahrzeit des LKWs nicht herbei geschafft werden konnte. Für mich erst einmal eine ziemlich lahme Entschuldigung. Ich war so sauer, dass ich dann meine Kundenbetreuerin von Libri an gerufen habe. Die erklärte mir dies ähnlich. Das es Bücher gebe, die in dem riesigen Lager in Bad Hersfeld „ausgelagert“ werden, Wenn die nun bestellt werden, kann es sein, dass man diese nicht am Bestelltag erreicht. Somit kommt Meldeschlüssel 13 zustande. Okay. Wird dann wohl so sein. Ich war sauer, so richtig sauer.

Mittags kam dann der Kunde, um sein Buch zu holen. Als ich ihm mitteilte, dass sein Buch leider nicht mitgeliefert wurde ist er ausgeflippt. Er schrie rum, was das denn für eine Scheiße sei. Er hätte extra bei mir bestellt und nun wäre das Buch nicht da. Das wäre ja das aller letzte. Er könnte verstehen warum die Leute nicht mehr stationär einkaufen würden. Woher er dann verdammt noch einmal das Buch jetzt bekommen sollte. Er bräuchte das heute Abend. Sonst wäre er der Einzige, der kein Buch hätte. Und so tobte er weiter im Laden rum. Meine Versuche ihn zu besänftigen und zu erklären, warum und wieso sein Buch nicht mitgekommen ist, wurden mit Worten wie … blöde Ausreden müsste er sich jetzt auch nicht anhören … abgeschmettert. Dann verschwand er.

Ich stand in der Buchhandlung wie ein kleines Häufchen Elend, mit Tränen in den Augen. So etwas hab ich auch noch nicht erlebt. Und wer mich kennt, weiß, dass ich wirklich alles versuche und mache, um Kundenwünsche zu erfüllen. Aber jetzt mal ehrlich, der Kunde wusste doch nicht erst seit Montagmorgen, dass er Abends ein Buch für seinen Kurs braucht. Konnte er es dann nicht früher bestellen? Und ja, theoretisch ist ein Buch innerhalb von 24 Stunden da, sofern es lieferbar ist. Doch wir sind alle nur Menschen, und manchmal steckt der Teufel im Detail, aber muss man dann so rumbrüllen und ausfallend werden?

Gott sei Dank war/ ist dieser Kund eine Ausnahme, aber mich haben seine Worte wirklich getroffen und ich war im ersten Augenblick sehr verletzt. Wie hättet Ihr in dieser Situation reagiert/ agiert?

 

Drück Euch da draußen Eure Angelika ♥♥♥

 

Advertisements

Neulich in der Buchhandlung … #15

 

Hallo Ihr Lieben,

lange ist es her, dass hier ein neuer Beitrag entstanden ist. Jetzt ist es soweit, doch bevor ich die Geschichte erzähle, muss ich folgendes anmerken: Wenn ich Bücher verpacke, dann klebe ich immer ein „Siegel“ (so einen kleinen Aufkleber mit Logo und Adresse) auf die Verpackung. Gutscheine kommen in einen tollen Umschlag und werden auch dementsprechend „versiegelt“.

Gestern kam eine Stammkundin in die Buchhandlung und erzählte mir folgende Geschichte: Der Mann ihrer Nichte nebst Sohn, ich nenne den Kurzen hier mal Max, waren kurz vor Weihnachten in der Buchhandlung um der Mama (Nichte) ein Buch zu kaufen, welches sie zu Weihnachten bekommen sollte. Ich habe dieses Buch verpackt und „versiegelt“. Nun muss ich noch dazu sage, dass Max die Buchhandlung kennt, da er schon zur Märchenlesung hier war. Am zweiten Weihnachtstag war Max mit seinen Eltern bei meiner Stammkundin eingeladen. Unter ihrem Weihnachtsbaum lagen die Geschenke, die die Kundin zu Weihnachten bekommen hatte. Unter anderem lag dort auch ein Gutschein aus dem Büchergarten. Der Kurze, aka Max, steht also vor dem Weihnachtsbau und schaut sich so die Geschenke an. Plötzlich sagt er zu seinen Eltern und dem Rest der Anwesenden, und zeigt dabei auf den Gutschein: „Das Christkind kauft in der gleichen Buchhandlung Weihnachtsgeschenke, in der wir für die Mama  eingekauft haben.“ ♥♥♥

Ich hab so gelacht, das ist so süß. ♥

Und Ihr wisst jetzt Bescheid. Das Christkind kauft hier ein. Jedes Jahr. Merkt Euch das ♥♥♥

Eure Angelika ♥♥♥

 

Neulich in der Buchhandlung … #14

Hallo Ihr Lieben,

es wird mal wieder Zeit, einen neue Beitrag aus meinem Leben als Buchhändlerin zu schreiben. Ich erlebe täglich so viel schöne wie auch skurrile Dinge, doch leider vergesse ich sie dann zu notieren oder hier zu schildern.

Anfang September war es mal wieder soweit. Zum dritten Mal durfte ich an ca. 100 I-Dötzchen Lesetüten übergeben. Was mich besonders gefreut hat, war die Tatsache, dass ich dieses Jahr auch in der Grundschule Schönenberg und Winterscheid die Tüten persönlich übergeben durfte. Vielen lieben Dank an die beiden Schulleiterinnen Frau Schreiber und Frau Wessels ♥♥♥ Mein Dank gilt natürlich auch Frau Löbach von der GGS Ruppichteroth. Dort übergebe ich seit 2016 die Lesetüten persönlich.

Ich bin jedes Jahr aufs neue darüber erstaunt, wie viele Kinder in unserer verhältnismäßig kleinen Gemeinde eingeschult werden. Jedes Jahr sind es so um die 80 – 100 Kinder. Es macht einfach Spaß zu sehen wie aus diesen I-Dötzchen langsam junge Menschen und dann später kleine Erwachsene werden. Spätestens in 4 Jahren werde ich die in diesem Jahr eingeschulten I-Dötzchen wiedersehen. Dann kommen nämlich die einzelnen Klassen zum Welttag des Buches in den Büchergarten. Bis dahin werde ich sicherlich das ein oder andere Kind auf seinen Abenteuern durch die Bücherwelt begleiten.

Ich freue mich darauf! ♥♥♥

Hier noch ein paar Impressionen von den Übergaben.

Bis bald Eure Angelika ♥

 

Lesetüten Grundschule Winterscheid

 

Grundschule Winterscheid

 

Grundschule Winterscheid

 

Grundschule Winterscheid

 

Grundschule Winterscheid

 

Grundschule Schönenberg

 

Grundschule Schönenberg

 

Grundschule Schönenberg

 

Frau Löbach, Grundschule Ruppichteroth

Neulich in der Buchhandlung … #13

Hallo Ihr Lieben,

ich hab schon lange nichts mehr aus meinem Leben als Buchhändlerin erzählt. Darum gibt es heute mal wieder eine kleine Geschichte. 🙂

Vor ein paar Tagen kam eine Mutter mit ihrer Tochter in die Buchhandlung. Beide gingen zielstrebig in die Kinderbuchecke. Ich fragte beide, ob ich ihnen weiter helfen könnte. Die Kurze schaute ihre Mutter an, und die sagte leise zu ihr: „Frag doch.“ Daraufhin fragt mich die Kurze: „Hast du Freundebücher? Mit Pferden?“ und strahlt mich mit einer mega Zahnlücke an. Ich antworte: „Leider nicht. Müssen wir bestellen. Sollen wir mal in den Computer gucken?“ Sie nickt. Also gehen wir Richtung Kasse zum Computer um zu schauen. Nun war die Kurze aber wirklich kurz, und sie schaute so gerade über den Tresen drüber und konnte kaum etwas im Computer erkennen. Da hab ich sie kurzerhand hochgehoben und auf die Theke gesetzt. Jetzt konnte sie schauen und grinste mich mit ihrer mega Zahnlücke an. Ich hab ihr dann verschiedene Freundebücher gezeigt und sie hat sich dann eines ausgesucht, welches ich bestellt habe.

Gestern kamen die beiden wieder in den Laden, um das Freundebuch abzuholen. Ich gab es ihr und die Kurze schaute sofort rein. „Na?“, fragte die Mutter, „ist es so wie du es dir vorgestellt hast?“ Die Kurze strahlt, zeigt ihre Zahnlücke und meint: „Das ist das schönste Freundebuch, dass ich je gesehen habe.“

Na, was will ich mehr … Kind glücklich, Mutter glücklich, Buchhändlerin glücklich … seufz

Eure Angelika ♥♥♥

Neulich in der Buchhandlung … #12

Lieber Diogenes Verlag,

seit September 2015 führe ich eine kleine Buchhandlung im beschaulichen Ruppichteroth (Rhein-Sieg-Kreis). Ich mag die Menschen in Ruppichteroth und den Ort auch. Ich bin gerne hier und sehr dankbar, dass ich mir meinen Traum einer eigenen Buchhandlung erfüllen konnte.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich mich frage warum mache ich das alles, weshalb mache ich keinen Job irgendwo als Angestellte. So einen Tag hatte ich gerade gestern wieder. Draußen ist es kalt und ungemütlich. Ich bin krank und gehöre eigentlich ins Bett. Dennoch schleppe ich mich in die Buchhandlung und bemühe mich auch schwierige Kunden*innen zufrieden zu stellen … ich bin also mega genervt und dann steht plötzlich eine Kundin im Laden, lächelt mich an und sagt: Wissen Sie eigentlich, dass mein Leben ohne Sie keinen Sinn hat? Und das ist dann einer dieser Momente der mein Herz berührt … mich alles vergessen lässt … meine Erkältung, mein Wunsch nach einem Bett und der Frage „Warum“.

Seit ca. einem halben Jahr habe ich dieses Plakat von Dir in meiner Eingangstür hängen. Was ich seit dem erlebt habe ist einfach unglaublich.  Menschen, egal ob Stammkunde oder ganz neuer Kunde, ob Jung oder Alt, ob Männlein oder Weiblein, ob Introvertierte oder Extrovertierte … stehen plötzlich vor mir und sagen mir, dass ihr Leben ohne mich keinen Sinn hat. Jetzt mal ganz ehrlich … ist das nicht die schönste Liebeserklärung die man als Buchhändlerin bekommen kann?

Und deshalb lieber Diogenes Verlag möchte ich mich heute bei Dir einmal dafür bedanken. DANKE ♥♥♥ Danke ♥♥♥ … für dieses wundervolle Plakat und der damit verbundenen Liebeserklärung an den Buchhändler*in/ Buchhandel.

 

Eure Angelika ♥♥♥

 

P.S.: An alle Leser*innen da draußen: Geht zu euren Buchhändlern*innen und macht ihnen obige Liebeserklärung. Auch wenn es ein wenig Überwindung kosten mag … euren Buchhändler*in wird es glücklich machen!

 

Neulich in der Buchhandlung … #11

 

Hallo Ihr Lieben,

die Schule hat letzte Woche wieder begonnen und mit diesem Tag auch die I-Dötzchen-Zeit. In der Gemeinde Ruppichteroth gibt es bei ca. 10.461 Einwohner (Stand 31.12.2015) 3 Grundschulen … Winterscheid, Schönenberg und Ruppichteroth. Das finde ich für unsere kleine Gemeinde schon ganz schön viel. Und jedes Jahr werden so um die 80-90 Kinder eingeschult. Die Grundschule in Ruppichteroth ist sogar zweizügig.

Dieses Jahr durfte ich seit der Eröffnung von Angelikas Büchergarten im September 2015 das zweite Mal Lesetüten in den Schulen an die I-Dötzchen verteilen. In Winterscheid und Schönenberg machen es die Schulleiterinnen am Einschulungstag und in Ruppichteroth darf ich es immer ein paar Tage später selber machen. Für mich ist es immer wieder schön, zu sehen, wie die Kurzen mit strahlenden Augen da sitzen und ich versuche zu erklären welch tolle Welt sich ihnen durch das Lesen von Büchern eröffnet.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Schulleiterinnen Frau Löbach, Frau Schreiber und Frau Schellberg bedanken, dass Sie mir die Möglichkeit geben, den Kids mit der Lesetüte einen Anreiz zu bieten in die Welt der Buchstaben einzutauchen.

Danke ♥

Eure Angelika

I-Dötzchen 2017 Schönenberg

I-Dötzchen Ruppichteroth

Neulich in der Buchhandlung … #10

 

Liebe Leser,

hier kommt aber jetzt der Bericht vom 9. Bröltaler Familiensonntag. Dieser findet alle 2 Jahre statt und war dieses Jahr am 18. Juni. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Familie. Es werden von allen Ausstellern kleine Events für Klein und Große angeboten. Ferner fand in diesem Jahr auch die Sportlerehrung in diesem Rahmen statt. Dieser Bröltaler Familiensonntag ist ein riesen Event und wird schon ewige Zeit im Voraus vom Schaufenster Ruppichteroth e.V. erarbeitet und vorbereitet.

Dieses Jahr war ich das erste Mal dabei. Am Samstag, dem Tag vor dem großen Event wird ab 14.00 Uhr die Brölstraße auch zugleich Bundesstraße gesperrt. Sobald kein Auto mehr durch fährt bauen die Auststeller (die Gewerbetreibende des Ortes) ihre Pagodenzelte auf. Dies musste ich nicht, da ich meinen Laden direkt an der Straße habe.

Ich habe lange überlegt was ich für ein Event anbieten kann. Für die Kleinen habe ich schnell etwas gefunden. Malen. Und zwar Bilder aus dem Buch „Liebe Prinzessin, ich bin’s, dein Prinz“ des ortsansässigen Autors Simak Büchel. Der Verlag Bohem Press stellte uns 4 Kopiervorlagen zur Verfügung. Und es sollte noch besser kommen. Der Verlag stellte uns auch 3 Preise in Form einer Krone und zwei Schwerter zur Verfügung. Also hieß es malen und gewinnen. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an den Verlag Bohem Press .

Doch was konnte ich für die Erwachsenen anbieten. Eine Lesung … zu viele Geräusche Drumherum durch das Treiben auf der Straße …. nach langem hin und her, hatte ich mich entschieden Kuchen anzubieten. 15 Stück wollte ich backen. Fronleichnam bin ich dann um 8.00 Uhr aufgestanden und habe angefangen zu backen. Es war schön Mörder warm. Nachdem die ersten Teige fertig waren und auf den Ofen warteten, dachte ich so bei mir … irgendwie sehen die komisch aus. Ach back sie mal, wird schon … Doch auch nach dem backen sahen die Kuchen merkwürdig aus. Ich habe dann einen Kuchen angeschnitten und probiert. BÄÄH … was war das denn, die schmeckten wie eine Mischung aus Altreifen und Mörtel. Was war passiert. Ich weiß es ich genau, vermute aber mal, dass es einfach zu warm war und die Zutaten irgendwie „umgekippt“ sind. Nun stand ich da und hatte nix. 6 Kuchen lagen in der Tonne. Wieder haben wir hin und her überlegt und uns dann dazu entschlossen eine ChillLoungue anzubieten. Wir haben dann unsere Gartenmöbel mitgenommen und diese aufgebaut. Die Leute haben sich gefreut bei der Hitze im Schatten unter unserer Markise sitzen zu können.

Alles in allem war der Tag ein voller Erfolg. Die Kids haben fleißig gemalt und sich über die Gewinne gefreut, und wie bereits erwähnt haben es die Erwachsenen genossen bei uns chillen zu können. Es waren viele „fremde“ Menschen in der Buchhandlung um zu schauen und zu stöbern.

Der nächste Bröltaler Familiensonntag ist in 2 Jahren und ich habe jetzt schon ein paar Ideen was ich machen möchte. Lasst Euch überraschen. Und jetzt ein paar Impressionen vom Tag …

 

 

Bis dann Eure Angelika ♥