In eigener Sache …

Hallo Ihr Lieben,

irgendwie bin ich ein wenig Blog müde. Ich lese viele Bücher im Moment, doch ich schaffe es nicht die Rezensionen dazu zu schreiben. Hier liegen 6 Bücher, die darauf warten besprochen zu werden. Mir fehlen einfach die Worte dafür. Ich habe das Gefühl, dass sich jede Rezension gleich liest. Wenn ich andere Blogs anschaue, so finde ich die wesentlich professioneller als meinen. Das fängt beim Layout an bis hin zu den Bildern und Beiträgen.

Heute zum Beispiel wollte ich, weil es fehlt, ein Impressum unten anfügen, doch ich raffe das nicht, weil ich keine Ahnung davon habe. Ich muss mich erst durch zig Anleitungen lesen und verstehe immer noch nichts. Dann kommt noch dazu, dass manche Anleitungen nur in Englisch sind, und das verstehe ich gar nicht. Damit habe ich heute ungelogen 4 Stunden verbracht und nichts ist dabei rausgekommen. Verschwendete Zeit, Zeit die ich zum lesen hätte nutzen können. Das frustet mich total. Ständig habe ich das Gefühl ich muss dies, ich muss das … Vielleicht sind meine persönlichen Ansprüche an mich auch viel zu hoch … ich weiß es nicht.

Den Blog ruhen lassen kann ich nicht, da er ja Teil meines Büchergarten ist. Das möchte ich auch nicht. Irgendwie drehe ich mich im Kreis. Falls jemand von Euch Tipps hat, immer her damit …

Eure Angelika ♥♥♥

 

 

Kochen mit Stephan Staats

 

 

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Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch von zwei mega tollen Events erzählen, die wir diese Woche im Büchergarten/ Maro Kochschule Marcus Zimmermann hatten. Alles fing jedoch vor Weihnachten an.

img_2297Anfang Dezember kam eine Kunde in die Buchhandlung und fragte nach einem bestimmten Kochbuch. „Staats Geheimnisse“ von Stephan Staats aus dem Becker Joest Volk Verlag. Ich bestellte das Buch und war natürlich neugierig, was da für ein Kochbuch kommt. Als ich es dann in meinen Händen hielt war ich begeistert. Es war eines dieser Bücher, dass sich aus der Masse der vielen Kochbücher hervorhob. Es waren nicht nur Rezepte drin, sondern auch Geschichten, denn Stephan Staats war unter anderem Schiffskoch auf den Yachten der Reichen und Schönen.

Als Kind einer französischen Mutter und eines deutschen Vater wurden viele Familienfeste im In- und Ausland gefeiert, bei denen die Leidenschaft für das Kochen im Vordergrund stand. Darum war es für ihn bereits mit 11 Jahren klar, dass er Koch werden und um die Welt reisen möchte. Nach seiner Lehre als Koch reist er durch Zentraleuropa, über den Pazifik nach Australien und lebt dann einige Jahre in Neuseeland. 2004 taucht er in die Welt der Reichen und Schönen ein mit all seinem Glamour und Verrücktheiten.

Aus all diesem Erfahrungen und er Leidenschaft zum Kochen entstand dieses Kochbuch. Wie bereits geschrieben war ich begeistert. So begeistert, dass ganz schnell eine Idee entstand. Nämlich die, mit der Kochschule Marcus Zimmermann ein gemeinsames Kochevent zu organisieren. Ich schrieb Stephan Staats von dieser Idee. Kurz vor Weihnachten trafen wir uns zu einem ersten Gespräch und schnell war klar, das machen wir. Schnell war ein Termin gefunden. Doch womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte war, dass dieser Termin innerhalb von 24 Stunden ausverkauft war. Also schnell nachgefragt, ob wir einen Zusatztermin dran hängen können … wir konnten. Somit stand fest, am 15. und 16 Februar 2017 werden wir mit Stephan Staats kochen.

Dann war es endlich soweit. Am 15. Februar um 19.00 legten wir ab und reisten mit Stephan Staats über die Weltmeere. Kulinarische Stationen waren Italien, Malta, Albanien, Griechenland, Ägypten und Tunesien. Auf dieser Reise haben wir kleine Köstlichkeiten nach Stephan Staats Anweisungen zubereitet. Währenddessen hat er uns von seinem Leben als Schiffkoch der Reichen und Schönen erzählt. Es war ein wunderschöner Abend. Es wurde viel gelacht, gefragt und erzählt.

Auch am zweiten Tag, dem 16. Februar hieß es wieder Leinen los. Die Ziele waren ebenso wie die Gäste anders, aber genauso spannend und schön wie der Abend zuvor.

Ich danke an dieser Stelle …

… Stephan Staats, der Typ ist echt der Hammer … ich freue mich schon auf unser nächstes Event … fühl Dich gedrückt ♥♥♥

… Rainer Höffgen, dass wir in der Maro Kochenschule kochen durften .. auch Dich drück ich ♥♥♥

… Marcus Zimmermann für seinen unermüdlichen Einsatz beim Event … knuddels ♥♥♥

… meinen beiden Mädels Alexandra und Barbara … die beiden haben jetzt Spülhände und brauchen Tillys Pril 🙂

… und meinem Mann, der mich immer in allem unterstützt … Schatz, ich liebe Dich ♥♥♥

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Mehr Impressionen von diesen tollen Events findet Ihr hier.

Eure Angelika ♥♥♥

Habenichts und Taugenichts

Hoffmann und Campe Fester Einband  112 Seiten Erscheinungsdatum: 17.09.2016  Preis: 18,00 € ISBN: 9783455405774

Hoffmann und Campe
Fester Einband
112 Seiten
Erscheinungsdatum:
17.09.2016
Preis: 18,00 €
ISBN: 9783455405774

Klappentext
Tom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik mur den Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichts lernen sich am Rande der Niagarafälle kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als „Leichenfischer“ verdingt. Zusammen mit der Journalistin Rachel planen sie den ganz großen Coup. Sie wollen der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden.

∗∗∗∗∗

„Und jetzt fasse ich zusammen: Wir hatten große Erwartungen an das Leben, und wir haben nichts zustande gebracht, wir sind dabei, ins Nichts abzurutschen, und das tun wir am Arsch der Welt, in einem miesen Loch, wo ein herrlicher Wasserfall uns jeden Tag daran erinnert, dass die Erbärmlichkeit eine Erfindung des Menschen ist und die Großartigkeit der normale Lauf der Welt.“ (Seite 37)

Nachdem ich „Mr Gwyn“ in einer Nacht verschlungen habe, war ich auf das neue Buch von Baricco sehr gespannt. Als ich es dann in der Hand hielt war ich erst einmal sehr verwundert, denn dieses Buch war dann doch eher ein Büchlein mit 111 Seiten. Dann schlage ich das Büchlein auf und es erwartet mich eine zweite Überraschung. Die Geschichte ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Es gibt zwei Akte und diese sind in mehrere Sätze eingeteilt. Zu Anfang eines jeden Satzes erfahre ich in kurzen Sätzen wo ich mich als Leserin befinde, wie die Stimmung  und die „Geschwindigkeit“ des Satzes sind.  Dann wird mir noch angezeigt wer was sagt.

Bevor ich angefangen habe zu lesen, war ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist. Doch ehrlich gesagt, war ich schneller in der Geschichte drin, als ich erwartet habe. Schnell sind die voran stehenden Namen nicht mehr nötig. Ich weiß automatisch wer was sagt. Komischerweise habe ich die Texte automatisch in der vorgegebenen „Geschwindigkeit“ gelesen. 🙂

„Ich hätte ihr sagen können, dass viele auf die gleiche Weise vor ihrem Leben davonspringen, über sich selbst hinaus, indem sie alles riskieren, um sich wirklich lebendig zu fühlen.“ (Seite 100)

Der Inhalt der Geschichte ist schnell erzählt … zwei Männer Tom und Jerry (ob Baricco dabei beim Schreiben an die Katze und die Maus gedacht hat?) treffen an den Niagarafällen aufeinander. Keiner von den beiden ist wirklich erfolgreich. Dann gesellt sich Rachel eine erfolglose Journalistin zu ihnen und alle drei planen zusammen etwas Spektakuläres. Ein Ritt auf den Niagarafällen .. ein Ritt auf dem Wasser, der zu einem Ritt des Lebens wird.

„Dieses Mal hatten wir sorgfältig gesät; wir alle hatten Phantasie, Verrücktheit und Talent gesät. Und geerntet haben wir eine zweideutige Frucht: das schöne Licht einer Erinnerung und das Privileg einer Erschütterung, die uns für immer stolz und geheimnisvoll machen wird.“ (Seite 101)

Ich habe dieses Büchlein in einer schlaflosen Nacht gelesen und mich hervorragend unterhalten gefühlt. An vielen Stellen habe ich mir die Nase zugehalten um nicht laut loszulachen und meinen Mann damit geweckt hätte.

Die Dialoge sind der Knaller … kurz und pointiert, kein großes Tamtam. Es gibt zwischendrin aber auch leise und nachdenkliche Töne. Eine Geschichte über Taugenichts und Habenichts, die einmal im Leben den großen Coup landen wollen, um sich damit ein Denkmal zu setzen.

Ich hätte noch ewig weiter lesen können … unbedingt lesen!

 

5 von 5 Sternen

Aufgeben oder Durchbeißen

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Hallo Ihr Lieben,

 

heute melde ich mich mal, weil ich in einem Dilemma stecke und Eure Meinung dazu wissen möchte.

Seit Wochen fange ich dieses und/ oder jenes Buch an. Aber irgendwie sind die alle „doof“. Ich komme einfach nicht in die Geschichten rein und nun überlege ich ernsthaft die Bücher abzubrechen und nicht weiter zu lesen.

Ehrlich gesagt habe ich erst zwei Bücher in meinem Leseleben abgebrochen. Das eine war von einer Dame, die mal einen Literaturnobelpreis gewonnen hat. Das Buch war so irre geschrieben, dass ich abgebrochen habe. Doch das Buch hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe es nach einem halben Jahr noch einmal zur Hand genommen und es in einem Rutsch gelesen. Das andere Buch war von einem Herrn. Bis heute weiß ich nicht was er dem Leser mit diesem Buch sagen wollte oder auch nicht. Dieses Buch habe ich nicht noch einmal gelesen.

Auf der einen Seite tut es mir so leid, wenn ich ein Buch abbreche/ abbrechen möchte, denn schließlich ist es mit viel Liebe, Hingabe und Zeit von einem Menschen geschrieben worden. Das allein verdient schon meinen höchsten Respekt. Doch was mache ich, wenn ich überhaupt nicht in die Geschichte rein komme? Und was, wenn das Buch doch noch interessant wird, und ich zu früh abgebrochen habe?

Auf der anderen Seite denke ich, es gibt so viele tolle Bücher, warum soll ich meine kostbare Lebens- und Lesezeit mit schlechten Büchern verbringen? Daraus ergibt sich gleich die Frage … gibt es überhaupt schlechte Büche bzw. ist ein Buch „schlecht“ nur weil es mir nicht gefällt? Und darf man das einem Autor*in sagen?

Wie macht Ihr das? Abbrechen oder Durchbeißen? Ich bin sehr auf Eure Antworten gespannt.

 

Eure Angelika ♥

 

Neulich in der Buchhandlung … #3

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Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch mal wieder etwas aus meinem Alltag als Buchhändlerin erzählen. 🙂

Seht Ihr den Frosch im Fenster? Dieser Frosch begleitet mich, seitdem ich den ersten Schritt in das Ladenlokal gesetzt habe. Er saß immer im Fenster. Wurde so etwas wie ein Maskottchen für die Buchhandlung. Die Kids, die am Fenster vorbei kamen, blieben stehen und haben den Frosch angeschaut. Wenn er mal nicht an gewohnter Stelle saß, kamen sie rein und fragten wo der Frosch sei.

Tja, was soll ich sagen … der Frosch ist weiter gezogen. ;-( Vor ein paar Wochen, es war ein Samstag, kam ein Mädel mit seiner Mutter rein. Es sind Kunden, die ich gut kenne. Das Mädel geht ans Fenster, nimmt den Frosch und setzt ihn auf die Kassentheke. Erst einmal schaue ich total verdutzt und frage dann … „möchtest du den Frosch kaufen?“ Sie sagt ja. Ich schaue die Mutter an, und die sagt, dass die Kurze schon seit Wochen bzw. Monaten für diesen Frosch ihr Taschengeld spart und sie den unbedingt haben möchte. Ich schlucke und ich weiß nicht warum, plötzlich hatte ich Tränen in den Augen. Jetzt sollte ich ernsthaft den Frosch weggeben? Mein „Maskottchen“? Konnte ich das wirklich? Aber konnte ich auf der anderen Seite das Mädchen enttäuschen? Sie hatte ewig lange für diesen Frosch gespart …

Ich fragte die Kurze, ob es denn der Frosch bei ihr gut haben würde und sie antwortet mit total ernster Stimme …natürlich. Er darf überall mit hin. Heute sogar zur Aufführung in die Schule. Konnte ich da nein sagen? Konnte ich da der Kurzen sagen, dass der Frosch unverkäuflich ist? Ich habe echt mit mir gerungen, aber letztendlich habe ich mich davon getrennt. Ich denke, der Frosch wird es bei ihr gut haben …. und wer weiß, vielleicht kommt er mich ja mal besuchen 🙂

Wie hättet Ihr reagiert?

 

Bis bald …

Eure Angelika ♥

Neulich in der Buchhandlung … #2

1555315_301892136668605_3379137894620513226_nDiese Geschichte hat sich wirklich so ereignet und sie zeigt die besonderen und lustigen Momente im Buchhändleralltag Ich habe allerdings den Namen geändert.

 

Ein Junge von ungefähr zehn Jahren betritt die Buchhandlung.

„Guten Tag Angelika. So heißt du doch, oder? Das weiß ich, weil das auf dem Schild über der Buchhandlung steht.“

„Guten Tag junger Mann und ja so heiße ich“, und muss dabei lachen.

„Was kann ich für Sie tun?“ Ich sieze den jungen Mann ganz bewusst.

„Ich interessiere mich für das Thema Imkern und hätte gerne gewusst, was es da so an Lektüre gibt.“

Ich such in meiner Bibliographie und zeige ihm ein paar Titel. Er entscheidet sich für ein Buch und sagt, dass ich es bestellen soll.

„Auf welchen Namen darf ich das Buch bestellen?“

„Auf Müller.“

„Das Buch ist morgen früh ab 10.00 Uhr da, Herr Müller.“

„Okay Angelika, ich komme es dann nach der Schule abholen. Ich wünsche dir einen schönen Tag.“

„Danke Herr Müller, ihnen auch einen schönen Tag.

Nachmittags geht die Ladentür auf und der junge Mann steht mit einem Mädchen in der Buchhandlung.

„Darf ich vorstellen, das ist meine Schwester Heike. Heike, das ist Angelika.“

Ich begrüße das Mädchen.

„Dürfen wir uns ein bisschen umsehen?“

„Natürlich.“

Die beiden stöbern ein bisschen in der Kinderbuchecke und machen sich nach einer viertel Stunde wieder davon.

„Auf Wiedersehen Angelika und einen schönen Nachmittag.“

„Auf Wiedersehen Herr Müller und ihnen auch einen schönen Nachmittag.“

Ich kann mir kaum das Lachen verkneifen.

Am nächsten Tag kurz nach 13.00 Uhr. Der Junge betritt die Buchhandlung.

„Guten Tag Angelika, wie geht es dir?

„Guten Tag Herr Müller, danke, mir geht es gut. Und ihnen?“

„Gut.“

Ich gebe ihm das Buch, er bezahlt und geht.

„Auf Wiedersehen Herr Müller, einen schönen Tag noch.“

„Tschüss Angelika“

Er geht zur Tür, ist fast schon draußen, dreht sich rum und sagt: „Übrigens, du kannst mich ruhig Justus nennen.“

Da konnte ich nicht mehr und musste laut lachen. 🙂

 

Ich war dann mal weg …

Baltrum 2015

 

Hallo,

sicherlich habt ihr euch ein wenig gewundert, dass in den letzten Tagen keine neuen Beiträge von mir kamen. Doch ich war ein paar Tage in Urlaub. Musste mir einmal den Kopf durchpusten lassen. Und wo kann man das besser als an der See? Daher waren wir wie jedes Jahr ein paar Tage auf unserer Lieblingsinsel … dem Dornröschen der Ostfriesischen Inseln. Na, wer weiß es?

 

Baltrum 20151

 

Richtig … BALTRUM ♥ Ich liebe diese Insel. Sie ist sehr klein. Sie ist Autofrei und ist nur per Fähre ab Neßmersiel zu erreichen. Man kann sie an einem Tag umrunden. Es gibt keinen schöneren Sandstrand und kein sauberes Meer als dort. Man kann stundenlang am Strand laufen, die Füße ins Meer tunken und sich den Wind um die Ohren pusten lassen. Wer noch nie dort war, sollte unbedingt einmal dorthin.

 

Baltrum 20152

Jetzt bin ich zurück, mein Kopf ist frei und ich kann die nächsten Schritte angehen. Ich weiß allerdings noch nicht so genau in welche Richtung sie gehen werden.

 

Bis Bald … eure Angelika ♥