Wenn Worte fehlen …

Hallo Ihr Lieben,

seit einiger Zeit beschäftigt mich ein Thema immer und immer wieder … Rezensionsstau. Wie einige von Euch wissen versuche ich ein Buch pro Woche zu lesen. Manchmal schaffe ich auch zwei. Aber mir fehlt dann oft einfach neben all den anderen Dingen, die ich täglich/ wöchentlich mache/ machen muss einfach die Zeit für eine Rezension. So stapeln sich die gelesenen Bücher neben den ungelesenen Büchern.

Ich habe mir heute frei genommen und  so mit Brückentag fünf Tage frei. Hurra! Eigentlich wollte ich für alle zehn Bücher Rezensionen schreiben. Doch als ich mich heute morgen an den Computer gesetzt habe, war mein Kopf plötzlich leer, und ich wusste nicht wie ich das gelesene und empfundene in Worte packen sollte. Das macht mich echt fertig und ich suche schon den ganzen Tag nach einer Lösung.

Vor einiger Zeit habe ich die Kategorie „Kurz und knapp“ eingeführt. Für mich eine durchaus tolle Sache. Schnell mal über ein Buch ein paar Worte. Das sollte aber eigentlich nur für Bücher sein, die schon oft auf anderen Blogs besprochen wurden und/ oder mir nicht wirklich gefallen haben. Doch was mache ich mit all den tollen Büchern, die, die mir besonders viel gegeben haben und denen ich viele Leser*innen wünsche?

Im Büchergarten fällt es mir nicht schwer über die gelesenen Bücher zu erzählen, doch zu Hause fehlen mir die Worte, um meine Gefühle nieder zu schreiben. Falls Ihr jetzt meint, ich sollte es einmal mit YouTube versuchen … nein, dass ist definitiv nicht meine Welt.

Manchmal frage ich mich auch, muss ich zu jedem gelesenen Buch eine Rezension schreiben? Nicht alle Bücher die ich lese sind Rezensionsexemplare der Verlage.

Wie macht Ihr das? Schreibt Ihr immer nach dem Lesen sofort eine Rezension? Besprecht Ihr alle gelesenen Bücher? Ich würde mich sehr über Tipps freuen, denn im Moment weiß ich echt nicht weiter.

Mein Kopf ist leer …

 

Eure Angelika ♥♥♥

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Neulich in der Buchhandlung … #11

 

Hallo Ihr Lieben,

die Schule hat letzte Woche wieder begonnen und mit diesem Tag auch die I-Dötzchen-Zeit. In der Gemeinde Ruppichteroth gibt es bei ca. 10.461 Einwohner (Stand 31.12.2015) 3 Grundschulen … Winterscheid, Schönenberg und Ruppichteroth. Das finde ich für unsere kleine Gemeinde schon ganz schön viel. Und jedes Jahr werden so um die 80-90 Kinder eingeschult. Die Grundschule in Ruppichteroth ist sogar zweizügig.

Dieses Jahr durfte ich seit der Eröffnung von Angelikas Büchergarten im September 2015 das zweite Mal Lesetüten in den Schulen an die I-Dötzchen verteilen. In Winterscheid und Schönenberg machen es die Schulleiterinnen am Einschulungstag und in Ruppichteroth darf ich es immer ein paar Tage später selber machen. Für mich ist es immer wieder schön, zu sehen, wie die Kurzen mit strahlenden Augen da sitzen und ich versuche zu erklären welch tolle Welt sich ihnen durch das Lesen von Büchern eröffnet.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Schulleiterinnen Frau Löbach, Frau Schreiber und Frau Schellberg bedanken, dass Sie mir die Möglichkeit geben, den Kids mit der Lesetüte einen Anreiz zu bieten in die Welt der Buchstaben einzutauchen.

Danke ♥

Eure Angelika

I-Dötzchen 2017 Schönenberg

I-Dötzchen Ruppichteroth

Neulich in der Buchhandlung … #10

 

Liebe Leser,

hier kommt aber jetzt der Bericht vom 9. Bröltaler Familiensonntag. Dieser findet alle 2 Jahre statt und war dieses Jahr am 18. Juni. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Familie. Es werden von allen Ausstellern kleine Events für Klein und Große angeboten. Ferner fand in diesem Jahr auch die Sportlerehrung in diesem Rahmen statt. Dieser Bröltaler Familiensonntag ist ein riesen Event und wird schon ewige Zeit im Voraus vom Schaufenster Ruppichteroth e.V. erarbeitet und vorbereitet.

Dieses Jahr war ich das erste Mal dabei. Am Samstag, dem Tag vor dem großen Event wird ab 14.00 Uhr die Brölstraße auch zugleich Bundesstraße gesperrt. Sobald kein Auto mehr durch fährt bauen die Auststeller (die Gewerbetreibende des Ortes) ihre Pagodenzelte auf. Dies musste ich nicht, da ich meinen Laden direkt an der Straße habe.

Ich habe lange überlegt was ich für ein Event anbieten kann. Für die Kleinen habe ich schnell etwas gefunden. Malen. Und zwar Bilder aus dem Buch „Liebe Prinzessin, ich bin’s, dein Prinz“ des ortsansässigen Autors Simak Büchel. Der Verlag Bohem Press stellte uns 4 Kopiervorlagen zur Verfügung. Und es sollte noch besser kommen. Der Verlag stellte uns auch 3 Preise in Form einer Krone und zwei Schwerter zur Verfügung. Also hieß es malen und gewinnen. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an den Verlag Bohem Press .

Doch was konnte ich für die Erwachsenen anbieten. Eine Lesung … zu viele Geräusche Drumherum durch das Treiben auf der Straße …. nach langem hin und her, hatte ich mich entschieden Kuchen anzubieten. 15 Stück wollte ich backen. Fronleichnam bin ich dann um 8.00 Uhr aufgestanden und habe angefangen zu backen. Es war schön Mörder warm. Nachdem die ersten Teige fertig waren und auf den Ofen warteten, dachte ich so bei mir … irgendwie sehen die komisch aus. Ach back sie mal, wird schon … Doch auch nach dem backen sahen die Kuchen merkwürdig aus. Ich habe dann einen Kuchen angeschnitten und probiert. BÄÄH … was war das denn, die schmeckten wie eine Mischung aus Altreifen und Mörtel. Was war passiert. Ich weiß es ich genau, vermute aber mal, dass es einfach zu warm war und die Zutaten irgendwie „umgekippt“ sind. Nun stand ich da und hatte nix. 6 Kuchen lagen in der Tonne. Wieder haben wir hin und her überlegt und uns dann dazu entschlossen eine ChillLoungue anzubieten. Wir haben dann unsere Gartenmöbel mitgenommen und diese aufgebaut. Die Leute haben sich gefreut bei der Hitze im Schatten unter unserer Markise sitzen zu können.

Alles in allem war der Tag ein voller Erfolg. Die Kids haben fleißig gemalt und sich über die Gewinne gefreut, und wie bereits erwähnt haben es die Erwachsenen genossen bei uns chillen zu können. Es waren viele „fremde“ Menschen in der Buchhandlung um zu schauen und zu stöbern.

Der nächste Bröltaler Familiensonntag ist in 2 Jahren und ich habe jetzt schon ein paar Ideen was ich machen möchte. Lasst Euch überraschen. Und jetzt ein paar Impressionen vom Tag …

 

 

Bis dann Eure Angelika ♥

 

 

Muslimus modernus

Kein & Aber, ISBN: 9783036957524, Preis: 25,00 €

Klappentext
Während des Studiums in Oxford trifft Peri, die in Glaubensfragen schon immer zwischen den Stühlen saß, auf die weltoffene Shirin und die Kopftuch tragende Mona. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen drei  sehr unterschiedlichen Frauen mit muslimischem Hintergrund – Shirin, die Sünderin, Mona, die Gläubige und Peri, die Verwirrte.
Jahre später lebt Peri wieder in Istanbul, hat eine eigene Familie und bewegt sich in den besseren Kreisen. Doch eines Tages wird sie unvermittelt von der Vergangenheit eingeholt. Was ist in Oxford geschehen, dass sie sich mit den Freundinnen entzweit hat? Und was hat der charismatische Professor Azur und sein umstrittenes Seminar über „Gott“ damit zu tun?

∗∗∗∗∗

„Wachsam und gefügig verfolgte sie die Kämpfe und sah zu, wie sich ihre geliebten Eltern gegenseitig zerfleischten. Sie lernte früh, dass kein Krieg schlimmer war als ein Familienkrieg und kein Familienkrieg schlimmer als der, bei dem es um Gott ging.“ (Seite 37)

Peri wächst in Istanbul auf. Die Familie ist irgendwie zerrissen. Die Mutter eine fanatische Gläubige, der Vater ein trinkender Ungläubiger, der ältere Bruder sitzt im Gefängnis wegen kommunistischer Ambitionen … und dazwischen Peri. Sie weiß nicht an wen sie sich mit ihren Fragen über Gott und die Welt wenden soll.  An die fanatische  Mutter oder den saufenden Vater … Glaube oder Nichtglaube …

Dann hat sie die Möglichkeit nach Oxford zu gehen. Sie hofft dort Antworten zu finden. In Oxford angekommen trifft sie auf Mona und Shirin an. Mona ist eine junge Frau, die Frömmigkeit, Feminismus und Kopftuch vereint. Shirin dagegen setzt sich über alle religiösen Gesetze und Moralvorstellungen hinweg. Und wieder sitz Peri zwischen den Stühlen. Erst ein Seminar über Gott scheint Antworten zu bieten oder doch nicht …

„Weder der Glaube war mir fremd noch der Zweifel. Immer unentschlossen, immer schwankend, nie selbstbewusst. Vielleicht hat mich gerade diese Ungewissheit zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Aber sie wurde auch mein größter Feind.“ (Seite 549)

Die Geschichte beginnt im Jahr 2016. Peri lebt in Istanbuls besseren Kreisen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Auf dem Weg zu einer Dinnerparty wird sie überfallen. Dabei fällt ein Bild aus ihrer Zeit in Oxford aus der Tasche. Und Peri erinnert sich an die Zeit von damals.

In Rückblicken wird die Geschichte von Peri erzählt. Mir hat dieses Switchen  in den Zeiten sehr gut gefallen. Da sind die junge suchende Peri und die erwachsene, die scheinbar ihren Platz gefunden hat. Doch hat sie das wirklich?

Dies ist das zweite Buch von Elif Shafak, das ich gelesen habe. Schon bei dem ersten „Ehre“ war ich begeistert. Shafak schafft es mich mit ihren Themen und den Einblick in eine „andere Welt“ zu faszinieren und zu fesseln.

Im Buch gibt es z. Beispiel eine Szene die einen Jungfräulichkeitsbeweis fordert. Ich habe nur den Kopf geschüttelt und mich gefragt in welchem Jahrhundert wir leben und ob es so etwa wirklich noch geben kann … Es sieht ganz danach aus.

„>Kann mir mal jemand erklären, warum junge Muslime immer so schnell beleidigt sind?< >Vielleicht weil wir ständig angegriffen werden? Tagtäglich muss ich mich rechtfertigen, obwohl ich nichts Böses getan habe. Ich soll beweisen, dass ich keine potentielle Selbstmordattentäterin bin! Ich fühle mich immerzu kontrolliert. Weißt du, wie verlassen man sich da vorkommt?<“ (Seite 468/ 469)

Glaube und Fanatismus, zwei Wörter die im Moment unseren Alltag mehr denn je begleiten.

Beim Lesen des Buches konnte ich Mona an vielen Stellen so sehr verstehen.  Eine junge Muslima, die ihren Glauben leben möchte, dies mit den Tragen des Kopftuches verdeutlicht aber auch zugleich eine Feministin ist, die sich für die Rechte der Frauen in einem Männer geprägten Land einsetzt. Und dann die ständigen Anfeindungen von außen, dass alle „Kopftuchträgerinnen“ potentielle Attentäter sind.

Auch Peri s Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen. Da sind die fanatische Mutter und der trinkende ungläubige Vater … beides ist nicht das was Peri sich unter „ihrem“ Gott vorstellt. Doch was ist Gott?

Peri ist ein Symbol für viele von uns … sie ist Suchende, Fragende und Zweifelnde.

Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen. Vor allem die Aspekte des Glaubens, die Denkanstöße in verschiedene Richtungen und die philosophische Betrachtungsweise  haben dieses Buch lange nachwirken lassen und in unserem Lesekreis zu einer sehr langen Diskussion  über Glaube Religion geführt.

„Ich glaube, dass Gott aus vielen Teilen besteht und ganz bunt ist. Ich kann mir einen friedlichen Gott zusammenbauen, der alle leibt. Oder einen wütenden, der alle bestraft. Oder gar keinen. Gott ist wie Lego.“ (Seite 64)

Unbedingt lesen!!!

 

5 von 5 Sternen

Neulich in der Buchhandlung … #9

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich heute etwas über den 9. Bröltaler Familiensonntag schreiben. Doch soeben habe ich eine ganz liebe Nachricht über Facebook bekommen. Die hat mich so berührt, dass ich diese Nachricht mit Euch teilen möchte.


 

 

Liebe Angelika,

wir schicken Ihnen viele Grüße aus dem Krankenhaus. Gestern wurde unsere kleine Hope geboren, mit 3470gr und 49 cm verzaubert sie uns nun täglich. Wir freuen uns schon auf unseren ersten Spaziergang…..mit Zwischenstopp in Büchergarten.

Viele liebe Grüße von C. B. (Name habe ich gekürzt) und Hope Aurélie

 

 

 

Ich bin gerade total verliebt in diese kleine Maus. Ist die nicht süß? ♥♥♥  Und der Name … Hope Aurélie …. ♥♥♥ Ich bin so gerührt und muss jetzt erst mal das Pippi aus den Augen wischen …

Eure Angelika ♥

aus … „Freedom Bar“ von David Bielmann

Riverfield Verlag
Fester Einband
304 Seiten
Erscheinungsdatum:
27.02.2016
Preis: 24,90 €
ISBN: 9783952452349

 

„Dabei war es doch gerade der Rückblick, der den Dingen Tiefe verlieh, der einem erlaubte, Ereignisse zu verstehen und einzuordnen. Erst der Rückblick machte eine bestimmte Zeit richtig interessant, machte aus dem Alltag Kultur, und erst die Fähigkeit zurückzublicken machte aus dem Menschen ein  intelligentes Wesen.“ (Seite 85)

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„Buchhändlerin? >Ist das nicht etwas … na ja, langweilig?<, fragte Bert vorsichtig. >Nicht, wenn man Buchhandlungen als Paradies betrachtet.< Ihre Augen begannen zu leuchten. > Hast du dir schon einmal überlegt, was sich so alles in einer kleinen Buchhandlung drin befindet? Wie viele Menschen da zusammen kommen, wie viel gedacht und gesagt und gefühlt wird, wie viele Reisen und Küsse und Morde stattfinden, wie viele Welten da erschaffen worden sind? Eine Buchhandlung ist ein Universum, in dem man sich frei durch Raum und Zeit bewegen kann. Gibt es etwas Schöneres?<“ (Seite 137)

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„Unter den sieben Milliarden Menschen, die derzeit auf der Welt lebten, gab es zu jeder Sekunde Tausende, die gerade enttäuscht worden waren, sich eine Träne von der Wange wischten und Trost beim Mond suchten. (.. .) Was immer man auch tat, was immer auch geschah, man war nicht allein, und vielleicht, dachte er weiter, während er in den Sternenhimmel sah, war die Sehnsucht sogar das einzige Gefühl, das man auf sämtlichen Planeten kannte.“ (S. 147)

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„Jeder braucht doch ein bisschen Hoffnung, ein paar Träume. Auch wenn sie dann nicht in Erfüllung gehen, es reicht doch schon, wenn man sie nur im Kopf hat. Wenn man sie nicht vergisst. Sonst geht man ja kaputt, verstehst du?'“ (S. 184)

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In eigener Sache …

Hallo Ihr Lieben,

irgendwie bin ich ein wenig Blog müde. Ich lese viele Bücher im Moment, doch ich schaffe es nicht die Rezensionen dazu zu schreiben. Hier liegen 6 Bücher, die darauf warten besprochen zu werden. Mir fehlen einfach die Worte dafür. Ich habe das Gefühl, dass sich jede Rezension gleich liest. Wenn ich andere Blogs anschaue, so finde ich die wesentlich professioneller als meinen. Das fängt beim Layout an bis hin zu den Bildern und Beiträgen.

Heute zum Beispiel wollte ich, weil es fehlt, ein Impressum unten anfügen, doch ich raffe das nicht, weil ich keine Ahnung davon habe. Ich muss mich erst durch zig Anleitungen lesen und verstehe immer noch nichts. Dann kommt noch dazu, dass manche Anleitungen nur in Englisch sind, und das verstehe ich gar nicht. Damit habe ich heute ungelogen 4 Stunden verbracht und nichts ist dabei rausgekommen. Verschwendete Zeit, Zeit die ich zum lesen hätte nutzen können. Das frustet mich total. Ständig habe ich das Gefühl ich muss dies, ich muss das … Vielleicht sind meine persönlichen Ansprüche an mich auch viel zu hoch … ich weiß es nicht.

Den Blog ruhen lassen kann ich nicht, da er ja Teil meines Büchergarten ist. Das möchte ich auch nicht. Irgendwie drehe ich mich im Kreis. Falls jemand von Euch Tipps hat, immer her damit …

Eure Angelika ♥♥♥