„Hard Land“ von Benedict Wells

Diogenes Verlag, Fester Einband, 352,Seiten, Preis: 24,00 Euro, ISBN: 9783257071481, Hier kaufen

Rückentext

Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt erwachsen zu werden.

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„Überhaupt hatte ich das Gefühl, eine paar neue Augen verpasst bekommen zu haben. Weil, ich musste die Jahre davor ja blind gewesen sein. Natürlich hatte ich gewusst, dass Mütter sterben und Freundschaften zerbrechen, aber ich hatte diese Dinge nie richtig gesehen. Nun sah ich die Selbstzweifel meines Dads, wenn er Stellenanzeigen durchging. Und ich sah die Angst meiner Mum, wenn sie mich mit einem Lächeln trösten wollte. Und keine Ahnung, ob das wirklich besser war.“ (Seite 24)

Sam ist ein schüchterner 16jähriger Junge, mit Teenager Probleme wie sie viele in dem Alter haben … Mädchen, Sex, keine Lust auf Schule und Stress mit den Eltern. Die nerven ihn ständig, dass er doch mal raus gehen soll und Freunde treffen soll. Aber auch das ist eins von Sams „Problemen“. Er hat keine Freunde, gehört eher zu den Außenseitern und bleibt daher für sich alleine.  Doch im Sommer `85 wird alles anders. Er bekommt die Möglichkeit im Kino seines Heimatortes zu jobben. Dort trifft er auf Kirstie, deren Vater das Kino gehört. Er ist von ihr hin und weg. Und nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist er sogar Teil einer Clique, die aus Arbeitskollegen des Kinos und Kirstie besteht. Doch dann stirbt seine Mutter an Krebs und nichts ist mehr wie es war …

Die Geschichte ist gut geschrieben, lässt sich locker lesen, doch vom Hocker hat sich mich nicht gehauen. Im Gegenteil, irgendwann hat es mich nur noch gelangweilt. Diese Geschichte ist eine von hundert anderen Coming-out-of-Age Geschichten. Gut erzählt, aber mehr auch nicht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einfach zu alt für diese Art von Geschichten bin. Vielleicht ist es zu lange her … dieses Gefühl vom ersten Mal … verliebt zu sein … mit einer schweren Krankheit konfrontiert zu werden … der Tod eines geliebten Menschen …

In jedem Leben gibt es den einen Sommer oder den einen Tag, in dem sich das Leben verändert. Nach dem nichts mehr so ist, wie es einmal war. Man ist plötzlich erwachsen und hat es gar nicht richtig mitbekommen.  Für all die, die sich in dieser Phase befinden, mag es ein wundervolles Buch sein, und die werden auch Freude daran haben. Aber all die anderen werden sich eher langweilen.

Sorry, das ist meine Meinung. Macht Euch bitte Eure eigene Meinung.

„Und dann war sie gar nicht da. Es war, als wäre ich mit Anlauf in einen Pool ohne Wasser gesprungen. (…) War Kirstie nicht im Kino, fehlte den Witzen die Pointe, war der Sommer weniger heiß, das Popcorn weniger knusprig und die Cola nicht so prickelnd wie sonst.“ (Seite 61)

 

 

Rückblick & Einblick … Februar 2020

 

Hallo Ihr Lieben,

ich bin Euch noch einen Rückblick & Einblick für Februar schuldig. Bisher bin ich nicht dazu gekommen. Mein Kopf ist momentan voll mit 1000 anderen Dingen. Da ich nicht schlafen kann, hab ich mir mal den Laptop ins Bett geholt und möchte Euch zumindest einen kleinen Rückblick & Einblick für Februar 2020 geben.

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Rückblick

Im Februar habe ich erstaunlicherweise auch viele Bücher gelesen, was auch an dem verlängertem Wochenende wegen Karneval lag. Auch im Februar gab es wirklich gute Bücher, aber auch echt mega Flops. Richtig gut gefallen haben mir „Das Haus der Frauen“ von Laetitita Colombani aus dem S. Fischer Verlag, „Hör mir zu, auch wenn ich schweige“ Abbie Greaves ebenfalls S. Fischer Verlag und „Die blaue Stunde“ von William Boyd aus dem Kampa Verlag. (Rezensionen folgen)

Das erste Buch von Colombani „Der Zopf“ habe ich nicht gelesen. Das Thema sprach mich seinerzeit nicht an. Doch bei dem neuen Buch sprach mich der Inhalt sehr an. Da gibt es einmal den realen Teil über eine Frau die 1926 gelebt hat und sich mit all ihrer Kraft für bedürftige Menschen eingesetzt hat, bis sie schließlich dann das erste Frauenhaus, den „Palais de la Femme“ in Frankreich schuf. Mir hat diese Geschichte sehr gefallen, vor allem weil diese Frau, die niemand wirklich kennt etwas großartiges geschaffen hat. Parallel dazu erzählt Colombani Geschichten von Frauen, die in diesem Hause leben. Einzelschicksale die für viele Schicksale stellvertreten stehen. Mich haben sie sehr berührt.

„Hör mir zu, auch wenn ich schweige“ habe ich in einer Nacht gelesen. Wow, die Autorin hat es drauf einen Spannungsbogen aufzubauen, so dass man bis zum Schluss dran bleibt. Erzählt wird die Geschichte eines Paares, welches seit 40 Jahren verheiratet ist. Sie liegt nach einem Selbstmordversuch im Koma und er erzählt ihr am Bett ihre gemeinsame Lebensgeschichte. Doch dies macht er, um ihr etwa zu gestehen … seit sechs Monaten hat er nicht mit ihr gesprochen, sich einfach verweigert, weil er in seinen Augen eine große Schuld auf sich geladen hat. Doch bevor er ihr gestehen kann was es ist, spitzt sich die Lage im Krankenhaus zu und er wird nach Hause geschickt. Dort findet er eine Art Tagebuch und nun erzählt sie aus ihrem gemeinsamen Leben und auch sie denkt, dass sie eine große Schuld auf sich geladen hat und will sich deshalb umbringen. Ich sag euch, das ist so toll geschrieben, und da ich unbedingt wissen wollte was für eine Schuld beide auf sich geladen haben, musste ich immer weiter lesen. Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber nur so viel … ich denke beide hätten es nicht ändern können.

Boyds „Die blaue Stunde“ ist das zweite Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe. Boyd hat eine tolle Art zu erzählen. Völlig unspektakulär erzählt er von einem Mann der sehr lange im Gefängnis saß, wegen eines Mordes den er nicht begangen hat, und nun seine angebliche Tochter aufsucht. Mit ihr gemeinsam möchte er diesen Mord von damals aufklären. Die vermeintliche Tochter sträubt sich zuerst, willigt aber dann doch ein, wenn er ihr seine Lebensgeschichte erzählt. Und dass macht Boyds Protagonist dann auch. Mir hat an dieser Geschichte die ruhige leise teilweise melancholische Erzählweise gefallen.

Auch durchaus lesenswert war „Nach Mattias“ von Peter Zantingh aus dem Diogenes Verlag. Zantingh erzählt von Menschen, die in irgendeiner Weise Mattias gekannt haben. Flüchtige wie innige Beziehungen oder Bekanntschaften. Doch nun ist Mattias tot und ich als Leserin erfahre wie sich dieser Tod auf diese Menschen auswirkt, wie er ihr weiteres Leben beeinflusst.

Ein wenig enttäuscht hat mich das neue Buch von Sabine Roger. Wie sehr habe ich „Das Labyrinth der Wörter“ geliebt. In „Wenn das Schicksal anklopft, mach auf“ geht es um eine junge Frau die das Touret Syndrom hat, eine alte Frau die Angst vor Menschen und dem Leben hat, und noch ein paar anderen „verrückten“ Gestalten. Eigentlich ein Thema, was mich interessiert. Was aber mega anstrengend war, war das Roger die Ticks mit einbaut. Heißt man liest ständig ein Wuaaaaahhhhhh oder liest ein und dasselbe Wort 3-5 hintereinander. Das hat mich in meinem Lesefluss sehr beinträchtig und ich konnte mich auf die eigentliche Story gar nicht konzentrieren. Ab Mitte des Buches wird es weniger, doch da hatte ich das Interesse bereits verloren und hab nur noch quer gelesen. Tolle Story, aber mich hat die Umsetzung ein wenig genervt. Versucht es und schaut selbst, wie Ihr es empfindet.

So, nun noch zu meinem absoluten Flop. Das ist leider „Power“ von Verena Güntner aus dem Dumont Verlag. Oh man, ich habe keine Ahnung was mir diese Geschichte sagen möchte. Das ist wieder so ein Buch, das spaltet. Entweder man liebt es, oder man findet es ganz schrecklich. Ich gehöre leider zu denen, die es ganz schrecklich finden. Es fängt schon einmal damit an, dass die Protagonistin Kerze heißt. Bitte wer heißt im realen Leben Kerze? Dann geht e schon gleich weiter … ein Hund wird vermisst. Kerze macht es sich zur Aufgabe diesen zu finden. Als ihr das auf Anhieb nicht gelingt, versetzt sie sich in den Hund , kriecht auf allen vieren, schnüffelt rum etc. Nun möchten ihr andere Kinder beim Suchen helfen. Das dürfen sie, müssen allerdings wie Kerze auf allen vieren kriechen, wie Hunde fressen und schnüffeln. Letztendlich leben alle Kinder im Wald, die Eltern kommen nicht mehr an ihre Kinder heran, werden von ihnen gebissen und angebellt. Mal ganz ehrlich … ich hab den Sinn nicht verstanden. Sorry!

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Einblick

Im Februar war ja Karneval und Valentinstag. Aus Karneval mach ich mir nicht wirklich etwas. Das liegt wohl daran, dass ich als Kind auf jede Veranstaltung geschleppt wurde die es gab, da mein Vater als Kölner in vielen Karnevalsvereinen war. Deshalb habe ich wohl so etwas wie ein Karnevaltrauma. 🙂 Für mich ist Karneval immer ein verlängertes Wochenende, da wir Rosenmontag den Büchergarten zu lassen, an dem ich viel lesen kann.

Dann war auch noch Valentinstag. Auch einer dieser Tage, der aus Amerika eingeschleppt wurde. Ich bin dann immer hin und her gerissen. Mache ich einen Bücher- und SchnickschnackTisch oder lass ich es bleiben. Meist mache ich dann doch einen, weil einige KundenInnen doch nach Büchern oder Schnickschnack nachfragen. Persönlich machen wir es uns immer schön an diesem Tag. Kochen etwas zusammen und trinken ein Gläschen Wein … Aber mein Mann hat absolutes Blumenkaufverbot. Ich finde die Preise für Blumen an diesem Tag echt unverschämt.

Ansonsten waren wir im Februar das erste Mal bei Trend & Trade in Holland. Da ist ein riesiges Einkaufszentrum für Widerverkäufer. Dort bekommt man alles mögliche rund um NonBooks. Wir kleinen Inhaber geführte Läden haben leider immer wieder das Problem bei den NonBooks, das entweder die VEs (Verkaufseinheiten) so groß sind, dass man ewig an einem Artikel verkauft oder die Mindestbestellmengen so hoch sind. Hier kann ich von dem Artikel der mir gefällt nur 1 oder 2 oder 3 oder wie auch immer nehmen. Ich fand es spannend und hab auch ein paar schöne Sachen für den Büchergarten erstanden.

Apropo Mindestbestellmengen etc. Gerade vor ein paar Wochen habe ich mich wieder sehr über eine Firma, deren Name ich nicht nennen werde, geärgert. Durch Zufall sah ich, dass dieser Verlag wunderschönes Porzellan auf den Markt gebracht hat. Tassen, Eierbecher, Müslischalen etc. Also hab ich da angerufen und einen Katalog bestellt. Die VEs waren okay, und die Dame am Telefon sagte mir, dass ich auf jeden Fall immer die VEs nehmen muss. Nun denn … ich habe mir dann ein paar Sachen ausgesucht und bestellt. Ein paar Tage später bekomme ich einen Anruf vom Verlag, mit dem Hinweis, das ich von diesem Porzellan von allen Motiven eine VE nehmen muss. Ich hatte mir zum Beispiel von den Tassen nur 3 Motive ausgesucht. Es gibt aber 8. Da war ich echt sauer, denn das war mega viel. Das wäre ein dreifaches fast vierfaches Einkaufsvolumen gewesen von dem was ich bestellen wollte. Das kann ich als kleine Buchhandlung nicht wuppen. Liebe Verlage, liebe NonBook Vertriebler … warum acht ihr das? Warum muss man immer solche Mengen abnehmen, die ich niemals verkauft bekomme? Das führt letztendlich dazu, dass nur große Buchhandlungen diese tollen Sachen führen können und die kleinen Buchhandlungen bleiben mal wieder auf der Strecke. Schade … Schade …

So, das war es erst einmal von mir.

Passt auf Euch auf …. Eure Angelika ♥

 

Rückblick & Einblick … Januar 2020

 

Hallo Ihr Lieben,

in diesem Jahr wird es ein paar kleine Änderungen geben. Wie bei vielen von euch, ist auch meine Lese- und Lebenszeit sehr begrenzt. Deshalb werde ich mich nicht mehr mit Büchern aufhalten, die mich nach ca. 100 Seiten nicht packen. Sie werden rigoros abgebrochen, nicht besprochen, weder kurz noch lang, vielleicht gibt es eine kurze Erwähnung. Somit fällt die Kategorie „Kurz & Knapp“ weg. Unter der neuen Rubrik „Rückblick & Einblick“ erzähle ich euch von meinen gelesenen Büchern und dem was ich ansonsten so gemacht habe.

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Rückblick

Der Januar ist ein ruhiger Monat im Buchhandel. Nachdem das Weihnachtssortiment eingelagert wurde, die Silvesterdeko ebenfalls, ist Anfang Januar das große Räumen und putzen angesagt. Aber damit ist man in so einer „kleinen“ Buchhandlung schnell durch. Somit bleibt viel Zeit für Bücher. Ich habe im Januar 8 Bücher gelesen. Zwei davon waren schon echte Highlights in diesem Monat, zwei totale Flops und der Rest war unterhaltsam.

Highlight waren das neue Buch von Isabelle Autissier „Klara vergessen“  aus dem Mare Verlag (erscheint am 04.02.2020) und das Debüt von Katya Apekina „Je tiefer das Wasser“ aus dem Suhrkamp Verlag (erscheint am 17.02.2020). Zu beiden Büchern wird es eine ausführliche Rezension geben. Hier nur kurz warum die beiden ein Highlight waren.

Auf den neuen Autissier habe ich mich sehr gefreut, hatte jedoch Angst, dass meine Erwartungen viel zu hoch sind, nachdem mich „Herz auf Eis“ so begeistert hatte. In „Klara vergessen“ geht es um eine Familiengeschichte die in der Zeit der ehemaligen UdSSR beginnt und in der Jetztzeit endet. Das Ganze ist so spannend, emotional, realistisch und brutal beschrieben. Sie schildert die Geschichte einer Frau, die zu KGB Zeiten inhaftiert wird, wie ihre Familien damit umgeht und welche Auswirkungen dies alles auf die weitere Generationen hat. Hier hat Autissier wieder einmal ihr ganzes Können gezeigt. Chapeau!

Das Debüt von Apekina hat mich echt umgehauen. Auch sie erzählt eine Familiengeschichte. Doch eine ganz andere. Die Mutter versucht sich umzubringen, landet in einer Klinik, die Kinder kommen zum Vater, den sie nie wirklich kennen gelernt haben, da er die Familie kurz nach der Geburt des zweiten Kindes verließ. Apekina erzählt eine Geschichte über die Suche nach Liebe und Anmerkung, und zeigt dabei ein Szenario auf, das mich erschüttert hat. Auch hier kann ich nur Chapeau sagen!

Zu den Flops gehören „Der Freund“ von Sigrid Nunez aus dem Aufbau Verlag und „Nix passiert“ von Kathrin Weißling aus dem Ullstein Verlag. Die beiden habe ich abgebrochen. Leute …. beide Bücher waren so zäh und langweilig, dass ich irgendwann einfach nicht mehr weiter lesen wollte. In „Nix passiert“ jammert ein junger Mann rum. Kann nicht verstehen warum seine Freundin ihn verlassen hat. Kehrt zu Mama zurück und jammert da weiter. Das war mir dann irgendwann zu viel. In „Der Freund“ verarbeitet eine Frau den Verlust ihres besten Freundes. Ich frage mich nur wo das auf all den Seiten statt gefunden hat. Auch hier passiert alles mögliche, nur nicht das was im Klappentext beschreiben steht. Nein danke …

Zu den restlichen Büchern gibt es Rezensionen, bis auf Alex Oetkers Buch. Hier habe ich keine geschrieben. Ich mag seine Krimis sehr, da sie nicht so blutig sind, und dennoch sehr spannend. Auch der neuste Fall um Luke Verlain war wieder mega spannend, begleitet von guten Weinen und ebenso gutem Essen. Am Ende gab es dann eine große Überraschung! Hier die Rezensionslinks zu „Die Kakerlake“ von Ian McEwan aud dem Diogenes Verlag, „Geteilt durch zwei“ von Barbara Kunrath erschienen bei Ullstein und „Goldkind“ von Claire Adam aus dem Hoffmann & Campe Verlag.

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Einblick

Die letzten Monate in 2019 waren ja nicht so wirklich meine. Ihr habt es ja gelesen. Im neuen Jahr möchte ich versuchen die Zeit intensiver zu nutzen, zu genießen, zu leben … Das ist erst einmal gar nicht so einfach, und ich werde sicherlich sehr oft in alte Muster zurück fallen, dennoch möchte ich es versuchen. Natürlich sind das nicht weltbewegende Dinge und für euch vielleicht völlig normal und alltäglich, und nicht alles was ich mach habe ich sonst nicht auch schon gemacht. Doch es ist mir bei all dem wichtig, das Ganze wirklich bewusst zu erleben und nicht mal eben zwischendurch oder weil man es halt so macht.

Ende des Monats haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt und waren in Bütgenbach. Das leigt kurz hinter der deutschen Grenze in Belgien. Von dort ist es nicht weit in das Hohe Venn. (Ja, es heißt das Hohe Venn). Auf der FB Seite von Angelika liest gibt es Bilder. Leute, da ist es soooo schön. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann fahrt einmal dort hin. Obwohl wir Winter haben, ist die Landschaft im Hochmoor einfach unglaublich schön. Ich hänge euch noch ein paar Bilder unten dran.

Eure Angelika ♥♥♥

 

 

 

Die Kakerlake von Ian McEwan

Diogenes Verlag
Fester Einband
112 Seiten
Erscheinungsdatum:
27.11.2019
ISBN: 9783257071320
Preis: 19,00 Euro

Klappentext
„Als Jim Sams, klug, doch beileibe nicht tiefgründig , an diesem Morgen aus unruhigen Träumen erwacht, fand er sich in eine ungeheuerliche Kreatur verwandelt.“
Eben noch eine Kakerlake, die im Westminster-Palast mit unzähligen Artgenossen hinter der Täfelung gelebt hat, ist Jim nun als Mensch aufgewacht. Und zwar nicht irgendein Mensch: der britische Premierminister.
Auch wenn das Leben mit zwei statt mit sechs Beinen am Anfang seltsam ist, weiß Jim relativ schnell, wie man sich in Downing Street Nr. 10 und in der britischen Politik zurechtfindet. Und er weiß auch, dass er eine Mission hat: Er muss den Willen des Volkes durchsetzen. Koste es, was es wolle.

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„In einer solchen Zeit fragt sich ein Schriftsteller , was er machen kann. Darauf gibt es nur eine Antwort: schreiben.“ Ian McEwan

Seit Jahren beton McEwan immer mal wieder, dass er gegen den Brexit ist. Ausgelöst durch das Chaos um den Brexit in 2019 hat McEwan kurzerhand diese bitterböse Satire geschrieben. Angelehnt an Kafkas „Die Verwandlung“ verwandelt sich bei McEwan eine Kakerlake in einen Menschen. Doch nicht irgendeine, sonder es ist der britische Premierminister. Und zuerst findet die Kakerlake das Leben als Mensch gewöhnungsbedürftig. Doch schnell findet sie sich zurecht und weiß es gibt eine große Aufgabe für die Kakerlake, nämlich den Willen des Volkes durchzusetzen. Minister und eventuelle Gegner werden abgesetzt und ersetzt. Ersetzt durch Genossen der Kakerlake.

Es wird mit keinem Wort der Brexit erwähnt, im Buch ist es der sogenannte Reversalismus (Umkehr des Geldflusses) der durchgesetzt werden soll. Heißt für seinen Job muss man bezahlen, wenn man einkaufen geht bekommt man Geld. Bargeld zu besitzen ist verboten. Und dieses Szenario ist hervorragende erzählt und beschrieben.

Es gibt viele Kritiken zu diesem Buch und viele sind negativ. Doch ganz ehrlich, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt wie mit diesem Buch. McEwans Szenario ist eine herrliche Satire über das was da gerade in Großbritannien geschieht.

Kurz & Knapp … April 2019

 

Das wilde Herz von Andrea de Carlo

Mara liebt das Leben in Ligurien und erst recht ihr wunderschönes altes Haus. Von Beruf ist sie Bildhauerin und kann sich dort, in diesem kleinen Ort, in dem sie lebt entfalten. Ihr Mann dagegen, ein Anthropologe, ist eher nüchtern und von allem angenervt.  Als nun eines Tages urplötzlich das Dach des geliebten Hauses einstürzt, beauftragt Mara einen mysteriösen Mann mit der Reparatur des Daches. Das führt zu einer echten Ehekrise und Mara flüchtet sich in die Arme des mysteriösen Mannes.

Was sich im Klappentext als eine wunderschöne Liebesgeschichte liest entpuppt sich in Wahrheit als nervtötende Geschichte, die auch noch mega langweilig ist. Ich habe mich echt dadruch gequält und letztendlich sogar abgebrochen. Vor allem die Beschreibung von Geräuschen mit Worten wie wraaaaaaammmmm oder woosh woosh haben echt genervt. Wozu muss ich lesen wie Geräusche klingen könnten? Traut der Autor mir das nicht zu?

Fazit: Das war ein griff ins Klo. Ich habe noch andere Bücher von de Carlo hier liegen und hoffe die sind besser.

(Diogenes, ISBN: 9783257300741, Preis: 16,00 Euro)

 

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Die Angehörigen von Katharine Dion

Gene und Maida waren 40 Jahre verheiratet. Nun ist Maida verstorben und Gene kommt in seiner Trauer um. Die besten Freunde der beiden, Ed und Gayle, kümmern sich rührend um Gene. Seine Tochter Dary reist mit seiner Enkeltochter an, um die Beerdigung zu organisieren. Alle blicken zurück auf das Leben von Gene und Maida und das vermeintlich perfekte Glück der beiden bekommt Risse … war das Leben mit Maida wirklich so rosig? Seine Tochter Dary bezweifelt das sehr und stellt alles, was für Gene das perfekte Glück erschien in Frage …

Gene blickt in seine Vergangenheit und reflektiert sein Leben mit Maida, angeregt von den Vorwürfen seiner Tochter, dass er sich etwas vormache, und die Ehe gar nicht so toll gewesen sei. Und Gene muss einsehen, dass er manche Dinge anders wahr genommen hat als sein Umfeld. Plötzlich stellt er sich die Frage, ob Maida glücklich gewesen ist, und wie sie wohl das Leben mit ihm wahr genommen hat …  Es scheint, als bricht eine Welt für Gene zusammen …

Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Wir alle erleben es immer mal wieder, das wir Situationen anders wahr nehmen als unser Umfeld. Mir hat gefallen wie die Autorin das Leben von Gene und Maida „zerpfückt“ hat und wie sehr Gene das erschüttert, aber gleichzeitig zeigt sie Gene in dieser Geschichte einen Weg, einen Neuanfang für sich zu finden …

Fazit: Eine berührende Geschichte, nach der ich meine Sicht auf verschiedene Bereiche im Leben reflektiert habe …

(DuMont Buchverlag, ISBN: 9783832198947, Preis: 22,00 Euro)

 

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Zara & Zoë von Alexander Oetker

Zara arbeitet als Profilerin für Europol und ist immer grundehrlich. Eines Tage wird eine junges Mädchen gefunden, das auf grausame Art und Weise getötet wurde. Alles deutet auf eine drohende Katastrophe hin.

Zoë arbeitet für die Korsische Mafia und ist Zaras Zwillingsschwester.

Die beiden haben sich seit Jahren weder gesprochen noch gesehen. Doch nun braucht Zara Zoës Hilfe. Können sich die  beiden wieder annähern oder wird es zwischen den verfeindeten Schwestern zu einer Katastrophe kommen …

Viele von euch wissen, dass ich mit „Retour“ von Alexander Oetker meinen ersten Krimi gelesen habe. 🙂 Ich bin nach wie vor keine Krimileserin, doch ich bin natürlich offen für alles … naja fast alles. Umso überraschter war ich, als dieser neue Krimi oder vielmehr Thriller auf meinem Tisch landete. Neugierig habe ich mich gleich ans lesen gemacht du nach den ersten 10 Seiten war ich etwas genervt, weil so viel F* Worte fielen. Das ist so gar nicht meins. Aber dieses „Merkmal“ gehörte zu einer Person in der Geschichte. Nach diesen 10 Seiten war aber auch dann Schluss damit. In den einzelnen Kapitel erzählen verschieden Akteure die Geschichte, welche ich mega spannend fand. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und war überrascht über die vielen Wendungen bis zur Lösung  des Falls.

Fazit: Ein kurzweiliges Buch, welches ich sehr spannend fand. Vor allem die Schwestern Komponente fand ich sehr gut, da sie viele Möglichkeiten bietet.

(Droemer, ISBN: 9783426307151, Preis: 14,99 Euro)

 

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Das wilde Leben der Cheri Matzer von Tracy Barone

Eine junge Frau in der Notaufnahme, an einem Tag, an dem gerade ein schwerer Unfall geschehen ist, und alle Ärzte und Schwestern voll beschäftigt sind. Die junge Frau ist schwanger, erwartet ihr erstes Kind und liegt in den Wehen. Zwischen all den Opfern des Unfalls bekommt sie ihr Kind und verschwindet dann unbemerkt.

Cici und Solomon erwarten ihr erstes Kind voller Vorfreude, als Cici eine Fehlgeburt mit Folgen erleidet. Cici stürzt in eine tiefe Depression und Solomon beschließt ein Kind zu adoptieren, ohne Cici darüber zu informieren. Eines Tages steht er mit dem Baby vor ihrem Bett und Cici nimmt dieses Baby sofort in ihren „Besitz“ und überschüttet es mit ihrer Liebe.

Im weiteren Verlauf der Geschichte erlebe ich Cheri, so heißt das Kind der Matzners, in ihrer weiteren Entwicklung und in ihrem Leben. Sie ist ein rebellisches Mädchen, fühlt sich von der Liebe der Adoptivmutter erdrückt und ihren Adoptivvater hasst sie zeitweise sehr. Die Geschichte ist gut geschrieben, ich mochte sie auch gerne lesen, aber irgendwie ist nicht viel zurück geblieben. Ich kann gar nicht festmachen was mich gestört oder gefehlt hat …. es geht ums Leben, Trauer, Tod, Verlust, Betrug … aber in meinen Augen wird vieles nur angeschnitten und nicht tiefer besprochen. Vielleicht wäre es besser/ schöner gewesen nicht alles auf einmal in dieses Buch zu pressen.

Fazit: Interessantes Buch, welches sicherlich lesenswert ist, wenn man sich nicht zu viel davon erhofft, da vieles unausgesprochen an der Oberfläche plätschert.

(Diogenes, ISBN: 9783257070552, Preis: 24,00 Euro)

 

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Abendrot von Kent Haruf

Diogenes
Fester Einband
480 Seiten
Erscheinungsdatum:
23.01.2019
ISBN: 9783257070453
Preis: 24,00 Euro

Klappentext
Das Leben ist rau in Holt, Colorado. Es gehorcht den Rhythmen der Natur und den ungeschriebenen Gesetzen einen Kleinstadt. Hier kann man sich nicht aus dem Weg gehen, hier gibt es aber auch eine Gemeinschaft, die einen nicht im Stich lässt, wenn man einsam oder verzweifelt ist. Und jederzeit ist die Begegnung möglich, die alles verändert.
Betty und Luther versuchen am Existenzminimum, ihre Familie zusammenzuhalten. DJ und Dena, elf Jahre alt, schaffen sich in einem verlassenen Haus ein Ersatzzuhause. Und die großartigen McPheron-Brüder samt ihrer Ziehtochter Victoria treten wieder auf. Ein paar einsame Seelen, die trotz aller Unterschiede zueinanderfinden. Das ist der Zauber von Holt, Colorado.

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Vor ca. zwei Jahren habe ich mein erstes Buch von Kent Haruf gelesen. Es war „Unsere Seelen bei Nacht“ Was für ein wunderschönes Buch. Ich war sofort schockverliebt in die Sprache, die Atmosphäre und die Geschichte. Dieses Buch ist ein Buch für alle Fälle … wenn man traurig ist … um Mut zu machen … eine Liebesgeschichte …. eine Familiengeschichte … einfach etwas fürs Herz. Ich verkaufe dieses Buch sehr oft im Büchergarten und die Rückmeldungen waren bisher immer (!!!) nur positiv.

Danach kam, ein Jahr später Harufs zweites Buch „Lied der Weite“ heraus. Auf den ersten Blick ein ganz anderes Buch. Einzige Ausnahme … es spielt ebenfalls in Holt. Und das ist eine Art „Markenzeichen“ von Haruf … seine Bücher spielen alle in Holt, einer Kleinstadt in Colorado. Er hat in seinen Büchern einen kleinen Kosmos innerhalb seiner fiktiven Stadt Hold erschaffen. In Lied der Weite lerne ich ganz viele Menschen kennen. Die Brüder McPhereon und deren spätere Ziehtochter Victoria, die Lehrerin Maggie und ihren Kollegen Guthrie mit seinen beiden Kindern, und noch einigen mehr. Es geht in diesem Buch um den Zusammenhalt, den Sinn der Gemeinschaft und das Familie nicht immer Blutsverwandte sein müssen.

Und jetzt erschien „Abendrot“ … oh wie sehr habe ich mich darauf gefreut. Und was soll ich sagen …. es war wie bei einem Wiedersehen mit alten Freunden. Denn genau das passiert in diesem Buch. Ich treffe in Holt auf die Brüder McPherson … auf Victoria und ihre kleine Tochter … auf Maggie und Gutherie. Ich treffe aber auch auf ein paar neue Figuren, wie zum Beispiel Luther und seine Familie. Eine Familie, die am Existenzminimum lebt und versucht mit dem Leben und seinen Herausforderungen klar zu kommen. Da ist DJ, der sich rührend um seinen Gro0vater kümmert und ohne den er längst in einem Waisenhaus wäre. Und da ist Rose, die Sozialarbeiterin, die sich um eben diese Menschen kümmert. Auch in diesem Buch geht es um Menschlichkeit, die Fähigkeit sich für andere einzusetzen, auch wenn man dabei an seine eigenen Grenzen stößt.

In Harufs Büchern zu lesen ist wie nach Hause kommen. Man schlägt das Buch auf und taucht sofort ein, in diesen kleinen besonderen Kosmos von Holt. Ich habe beim Lesen immer das Gefühl, dass ich Teil davon bin. Und das bin ich … irgendwie, denn die Schicksale eines jeden einzelnen gehen mir ans Herz. Gerade in „Abendrot“ habe ich sehr geweint, als ein mir Vertrauter stirbt.

In meiner Recherche habe ich gesehen, das diese drei Bücher aus einer Reihe sind. Das „Unsere Seelen bei Nacht“ der fünfte und letzte Band ist. „Lied der Weite“ der erste und „Abendrot“ der zweite. Jetzt wünsche ich mir natürlich sehr, dass die anderen beiden Bände auch noch übersetzt und veröffentlicht werden. Es wäre so schön wieder nach Holt zu reisen, in diesen ganz besonderen Kosmos der Menschlichkeit und der Liebe … oder ganz einfach … nach Haus zu kommen. ♥♥♥

Kurz & Knapp … Oktober 2018

Vox von Christina Dalcher

Von heute auf morgen dürfen Frauen in Amerika nicht mehr als 100 Worte sprechen. Ein Armband am Handgelenk zählt diese und bei überschreiten der 100 werden elektrische Impulse ähnlich einem Elektroschocker freigesetzt. Jean kann dies erst einmal gar nicht fassen. Sie ist Wissenschaftlerin und Mutter. Wie soll sie mit 100 Worten am Tag auskommen? Und ihrer Tochter erst. Sie ist noch ein Kind und entdeckt gerade die Welt und die Sprache … Ziel der neuen Machthaber der USA ist es, dass die Frauen zurück an den Herd sollen und die Männer ihre Macht zurückbekommen …

Wir haben das Buch innerhalb des Lesekreis gelesen. Und wir allen waren ähnlicher Meinung. Spannend bis zur letzten Seite geschrieben, doch leider an vielen Stellen nicht zu Ende gedacht. Die Thematik ist schon sehr spannend. Eine Welt, in der Frauen mur noch 100 Wörter pro Tag nutzen dürfen.  Wie würde eine solche Welt aussehen?

Viele Fragen bleiben offen … ein Ehepaar, das sich liebt hat keine Geheimnisse voreinander. Warum verschweigt Jeans Mann ihr, dass er versucht sie zu retten? Stattdessen hat man als Leserin den Eindruck, dass er sie verrät und alles dafür tut, damit es ihr so richtig schlecht geht. Woher kommt diese Untergrundbewegung? Wer hat sie gegründet und warum? Was will diese Bewegung erreichen? Und noch viele andere Punkte sind bis zum Ende nicht durchgedacht. Leider … und sehr schade …

Fazit: Toll geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite durchaus spannend. Doch leider nicht bis zum Ende durchdacht und somit bleiben für mich viele wichtige Fragen offen. Schade!

(S. Fischer Verlag, ISBN: 9783103974072, Preis: 20,00 Euro)

 

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Das reife Mädchen von Anna Giurickovic Dato

Als Maria noch ein Kind war, und Anna noch mit ihrem Mann zusammenlebte, schien die Welt in Ordnung. Doch sie war es nicht, denn Maria wurde von ihrem Vater missbraucht. Jetzt ist Maria 13 und flirtet wie eine kleine Lolita mit dem neuen Freund der Mutter. Das ist Anna zu viel und sie schmeißt den neuen Freund raus.

Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Einmal die Zeit in der Maria noch das Kind ist, und vom Vater missbraucht wird und dann die Zeit, in der Anna ihren neuen Freund zu Besuch hat und Maria mit diesem sehr eindeutig flirtet. Anna erlebt das Ganze wie in einem Traum. Sie merkt zum ersten Mal, dass es eigentlich ihre Schuld ist, das Maria jetzt so ist, wie sie ist. Doch ist dem wirklich so?

Ein sehr intensives Buch über das Wegsehen und nicht Wahrhabenwollen einer Mutter, dem Missbrauch und die Entwicklung eines Kindes, das sich nicht wehren konnte und auch niemanden hatte, dem es sich anvertrauen konnte. Bis zu dem Tag, an dem es sein Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Fazit: Ein in meinen Augen sehr gelungenes Debüt, das aber keine einfache Lektüre ist. Die Autorin schafft es mit sehr viel Gefühl über das Thema Missbrauch zu erzählen.

(Piper, ISBN: 9783492059053, Preis: 20,00 Euro)

 

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Farben der Nacht von Davit Gabunia

Surab, Anfang 30 lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Tiflis. Die Familie führt ein unaufgeregtes Leben. Surab ist gerne Vater. Weniger gerne ist er Hausmann. Doch er hat seinen Job verloren und so bleibt er zu Hause und seine Frau verdient das Geld für die Familie. Schnell kommt nach erledigter Hausarbeit Langeweile auf und Surab beginnt die Menschen in seiner Nachbarschaft zu beobachten. Schnell interssiert ihn aber das Leben des jungen Manns im Nachbarhaus. Dieser scheint homosexuelle zu sein und ein Verhältnis mit einem hohen Beamten vom Staatsschutz zu haben. Surab ist von dem Paar fasziniert und aus der anfänglichen Neugier wird eine Obsession. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse …

Dieses Buch ist sehr spannend geschrieben und ich kam mir beim Lesen selbst wie eine Voyeurin vor. Ich konnte das Buch nicht beiseite legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weiter geht. Das Ende hat mich dann sehr überrascht, aber auch ein wenig ratlos zurück gelassen.

Fazit: Wer Hitchcocks „Fenster zum Hof“ spannend fand, findet hier ein ähnliches Werk mit modernen Elementen.

(Rowohlt Berlin, ISBN: 9783737100410, Preis: 20,00 Euro)

 

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Der Tag, an dem ich feststellte, dass Fische nicht klettern können von Christian Jaschinski

Max ist Mitte vierzig. Als er am diesjährigen Hochzeitstag nach Hause kommt, teilt ihm seine Frau knapp mit, dass sie ihn verlassen wird. Max fällt aus allen Wolken, dachte er doch seine Ehe wäre Vorbildlich. Auch seine Tochter wendet sich von ihm ab. Einzig sein Freund Bolle ist für ihn da und versucht ihm in dieser schweren Zeit beizustehen. Die beiden fahren für ein Wochenende nach Berlin. Ein Wochenende, dass alles verändert …

Ich habe diesen Roman gelesen, weil wir eine Lesung mit dem Autor in der Buchhandlung gemacht haben. Die Geschichte ist kurzweilig und amüsant. Der Abend mit dem Autor war es ebenfalls.

Fazit: Wer mal schnell etwas Lustiges zwischendurch lesen möchte ist mit diesem Buch gut bedient. Hier ist mal nicht die Frau die Verlassene, sondern der Mann, und zu sehen wie Mann damit umgeht ist ganz nett.

(Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN: 9783862655458, Preis: 9,99 Euro)

 

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Liebe ist die beste Therapie von John Jay

Steve und Charlotte sind schon einige Jahre verheiratet, haben Kinder und ein Eigenheim. Eigentlich könnten sie glücklich sein. Doch sie sind es nicht. Beide betrügen sich gegenseitig mit anderen Partnern, lügen und verheimlichen. Und doch scheint da noch etwas von Liebe zwischen ihnen zu sein. Daher beschließen sie eine Paartherapie zu machen, um zu sehen, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat.

Dieser Roman spielt überwiegend in den Räumen der Therapeutin. Und es geht auch nur um diese drei Menschen und ihr Leben, ihre Gedanken und ihre Gefühle. Steve und Charlotte schildern was ihnen in der Beziehung fehlt, was sie sich wünschen … Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, der Autor hält mir einen Spiegel vor. Wer lange verheiratet oder in einer langen Beziehung lebt, hat mit Sicherheit die ein oder andere Situation aus dem Buch so oder ähnlich erlebt. Wie z.B. das nicht richtige Zuhören des Partners und die damit verbundenen Streitigkeiten. Jays Therapeutin zeigt Wege auf, wie ein Miteinander wieder klappen kann.

Fazit: Ein tolles Buch, und obwohl Roman, hat dieses Buch auch etwas von einem Ratgeber …

(Diogenes, ISBN: 9783257070439, Preis: 22,00 Euro)

 

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Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Als Außenseiter hat es Victor es am elitären Lycee D. in Paris nicht einfach. Obwohl alle wissen das er die Prüfung nicht schaffen wird, unterwirft er sich dem strengen Schulsystem. Er ist jedoch nicht der einzige. Mathieu ist ebenfalls Außenseiter. Einige Tage vor seinem 19zehnten Geburtstag beschließt Victor, dass er Mathieu zu einem gemeinsamen Essen einladen möchte. Doch ehe es dazu kommen kann, springt Mathieu in den Tod. Schüler wie auch Lehrer sind entsetzt über die Tat. Doch plötzlich steht Victor im Mittelpunkt, da alle denken das er mit Mathieu befreundet war. Auch Mathieus Vater ist sehr an Victor und seiner Beziehung zu seinem Sohn interessiert.

Die Geschichte plätschert irgendwie nur vor sich hin. Ich habe nicht wirklich verstanden, was der Autor mir mit diesem Buch sagen möchte. Alle Protagonisten sind so … so nichtssagend, blass und uninteressant. Sie haben mich gelangweilt. Trotzdem habe ich dieses Buch zu Ende gelesen. Warum? Weil ich vor zig Jahren ein Buch von Blondel gelesen habe, welches mich fasziniert hat. Es hieß „Zweiundzwanzig“ und hatte mich von der ersten Seite an gepackt. Es war eine Hommage ans Leben. Doch die Bücher die ich danach vom Autor las, konnten mich alle nicht mehr berühren. Leider.

Fazit: Ich fand dieses Buch langweilig und für mich wird es wohl das letzte Buch von Blondel gewesen sein, welches ich gelesen habe. Schade!

(Paul Zsolnay, ISBN: 9783552063778, Preis: 19,00 Euro)

 

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Kurz & Knapp … Februar 2018

Der Abfall der Herzen von Thorsten Nagelschmidt

Nagel schreibt Tagebücher so lange er denken kann, und dass sehr exzessiv. Er füllt Kladde um Kladde. Doch an den Sommer 1999 kann er sich nicht erinnern. Also liest er die Einträge von damals und versucht zu rekonstruieren was damals passierte. Zeitgleich versucht er mit den alten Freunden von damals in Kontakt zu treten, um zu hören was sie von Sommer ’99 noch in Erinnerung haben und ob ihre und seine Erinnerungen sich ähneln oder abweichen.

Mich hat dieses Buch sehr angestrengt. Ich musste ständig aufpassen, wo ich mich befinde, da die Gegenwart und die Tagebucheinträge nur durch kleine Absätze oder Sternchen markiert sind. An vielen Stellen habe ich mich gefragt, ob dieses Buch autobiografisch ist oder nicht. Fakt ist, es enthält biografische Elemente. An Hand des Klappentextes habe ich eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und Verrat erwartet. Bekommen habe ich ellenlangen Monologe aus Tagebüchern von 1999, und eine Geschichte im Jetzt, die sich nicht sehr von den Tagebucheinträgen unterscheidet.

Fazit: Tagebücher schreibt man für sich selber und da sollten sie auch bleiben. Die wenigsten Geschichten aus Tagebüchern taugen für Romane!

(S. Fischer, ISBN: 9783103973471, Preis: 22,00 Euro)

 

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Heiße Milch von Deborah Levy

Sofia Papastergiadis und ihre Mutter Rose sind auf dem Weg nach Spanien. Rose soll dort in einer Spezialklinik behandelt werden, da sie immer schlechter gehen kann. Die Ärzte in England konnten keine Diagnose stellen. In Spanien wird schnell klar, das Rose sich mit dieser Krankheit eingerichtet hat, um ihre Tochter an sich zu binden und sie zu schikanieren. Sofia scheint sich dessen bewusst zu sein, und lässt sich schikanieren. Doch während des Aufenthalts in Spanien wagt Sofia einen Versuch der Selbstständigkeit …

Eine Mutter/ Tochter Geschichte, die zeigt, wie sehr Menschen auf bestimmte Verhalten reagieren und „Krankheiten“ bilden, um den anderen an sich zu binden. Und wie eben jene sich dann auch binden lassen, weil sie Angst vor dem Verlust des einzigen Menschen im Leben haben.

Fazit: Sicherlich ein interessantes Thema, doch die Geschichte konnte mich nicht überzeugen. An vielen Stellen fand ich es zu langatmig und zu konstruiert.

(Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 9783462049770, Preis: 20,00 Euro)

 

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Das Leben kostet viel Zeit von Jens Sparschuh

Titus Brose war einmal Chefredakteur beim Spandauer Bote. Heute schreibt er für die Firma LebensLauf. Er fährt regelmäßig ins Alte Fährhaus, einer Seniorenresidenz, um dort die Memoiren der alten Leute aufzunehmen. Diese bezahlen dafür, dass Brose diese für sie aufschreibt und drucken lässt. Bei einem seiner Aufenthalte dort, trifft Brose auf Dr. Einhorn, der ein großes Interesse an Adelbert von Chamisso und Eduard Hitzig, der die Biografie Chamissos schrieb. Von Einhorns Interesse angesteckt begibt sich Brose auf Chamissos Spuren.

Am Anfang bis ca. zur Mitte des Buches fand ich die Geschichte ja ganz nett und spannend. Aber irgendwann habe ich mich irgendwie über Brose und die Firma LebensLauf geärgert. Für mich war das, was die da machen einen Art von Abzocke. Wir quatschen die alten Leutchen mal in einen Vertrag, lassen uns deren Lebensgeschichte erzählen und drucken das dann eventuell, sofern die Alten dann noch leben. Das Leben und Wirken Chamissos läuft nur so am Rand mit.

Fazit: Die Grundidee, die Geschichten des Lebens festzuhalten finde ich gut und schön. Gerade ältere Menschen erinnern sich gerne und haben oftmals keine Zuhörer für ihre Geschichten. Da wäre es doch schön, wenn man Menschen finden könnte, die in solche Seniorenresidenzen oder Heime gehen, die den Alten freiwillig und unentgeltlich zuhöre würden.  

(Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 9783462049978, Preis: 20,00 Euro)

 

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Kind ohne Namen von Christoph Poschenrieder

Xenia kommt nach einem Jahr Studium in der Stadt zurück in ihre Heimat, zurück aufs Dorf. Ihre Mutter und ehemalige Bürgermeisterin nimmt freut sich, ihr Kind wieder bei sich zu haben. Xenia findet schnell wieder in den dörflichen Trott. Auch eine Anstellung in der örtlichen Kneipe ist schnell gefunden. Doch was niemand ahnt … Xenia ist schwanger. Das soll auch erst einmal so bleiben. Eines Tages ist das ganze Dorf in Aufruhr. Eine Gruppe Flüchtlinge soll im alten Schulhaus untergebracht werden. Nicht alle im Dorf freuen sich über die Ankunft der neuen Dorfbewohner. Und dann ist da noch dieser mysteriöse Burgherr …

Dieses Buch haben wir im Lesekreis gelesen und wir sind uns alle einig … bis zur Mitte des Buches ist es toll geschrieben und es macht Spaß der Geschichte zu folgen. Doch danach wird es sehr spukie und abgedreht. Erst einmal geht es um die Flüchtlinge, die in dieses Schulhaus ziehen, und ein Dorf verunsichert. Es geht um Menschen und ihre Ängste, und um ein Dorf was sich letztendlich radikalisiert. Soweit der wirklich interessante Teil. Doch dann geht es plötzlich um eine Novelle von Gotthelf (Die rote Spinne) und die christlich-humanitäre Sichtweise von Gut und Böse, die Poschenrieder mit viel Symbolistik in die Geschichte einbaut. Das ganze ist irgendwie so gewollt und frei nach dem Motto … ich bin der Autor und darf in meinem und mit meinem Roman machen was ich will. Sorry … ohne die Damen aus dem Lesekreis und mich!

Fazit: Ich mag überhaupt keine Bücher, die Bücher brauchen/ benutzen, um zu verstehen was der Autor erzählen will. Da ich am Ende des Buches echt nicht wusste was das Ganze sollte, habe ich mich im Web über das Buch von Gotthelf schlau gemacht. Erst danach konnte ich Ansatzweise verstehen, was Poschenrieder erzählen wollte. Ich war echt enttäuscht, da mir „Mauersegler“ sehr gut gefallen hat!

(Diogenes, ISBN: 9783257070002, Preis: 22,00 Euro)

 

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Memento Mori von Muriel Spark

Es ist die Geschichte von vier alten, wirklich alten Freunden, die ihren Lebensabend genießen möchte. Doch alle vier werden nach und nach von einem Anonymen angerufen, der ihnen mitteilt, dass sie bedenken sollen, das auch sie sterben werden. Davon aufgescheucht machen sich die betagten Leutchen auf die Suche nach dem mysteriösen Anrufer.

Am Anfang fiel es mir schwer die vielen zum Teil sehr kuriosen Namen der Protagonisten zu behalten bzw, sie nicht zu verwechseln. Doch nach dem ersten Drittel hab ich es dann geschafft, die einzelnen Personen auseinander zu halten. Die Protagonisten in diesem Buch sind alt … sehr alt. Ich glaube keiner/ keine ist jünger als 80 Jahre, folglich sind sie alle sehr eigenwillig. Und diese Eigenwilligkeit ihrer Protagonisten zeichnet Muriel Spark sprachlich wundervoll auf.

Fazit: Ein sehr eigenwilliger und skurriler Roman, der Spaß macht ihn zu lesen.

(Diogenes, ISBN: 9783257070040, Preis: 24,00 Euro)

 

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Ein Buch das sich leise und warm ins Herz schleicht

Diogenes
Fester Einband
384 Seiten
Erscheinungsdatum:
12.01.2018
Preis: 24,00 €
ISBN: 9783257070170

Klappentext
Holt, eine Kleinstadt in Colorado. Die siebzehnjährige Victoria Roubideaux ist schwanger. Den Vater des Kindes, eine Sommerliebe, kennt sie kaum. Aber sie will das Kind unbedingt zur Welt bringen, auch wenn ihre Mutter sie deswegen aus dem Haus geworfen hat.
Durch die Vermittlung der Lehrerin Maggie Jones kommt Victoria auf der Farm von Raymond und Harold McPheron unter, zwei raubeinigen, unverheirateten alten Viehzüchtern, die mehr Ahnung von Kühen als von Menschen haben. Doch je größer Victorias Bauch wird, desto weniger klar wird gleichzeitig, wem mit diesem Arrangement mehr geholfen ist: dem Mädchen oder den alten Herren.
Es ist möglich, die Einsamkeit zu durchbrechen – auch für Maggie, die ihren betagten Vater pflegt, auch für ihren Lehrerkollegen Tom Guthrie und seinen beiden Söhnen, die von ihrer Mutter verlassen wurden.

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Diese Geschichte spielt wie alle Geschichten von Haruf in dem kleinen Örtchen Holt. Ein kleiner Ort, in dem schon Harufs Protagonisten leben. Da ist die siebzehnjährige Victoria. Sie wird von einer Sommerliebe schwanger. Weil sie das Kind behalten möchte setzt die Mutter sie kurzerhand vor die Türe. Victoria weiß keinen Rat und flüchtet zu ihrer Lehrerin Maggie. Diese überredet sie, bei den McPheron Brüder zu leben. Die beiden Brüder sind mehr oder weniger Eigenbrötler und möchten das Mädchen nicht aufnehmen, da noch nie eine Frau bei ihnen gewohnt hat. Aber auch die beiden lassen sich von Maggie überreden. Dann ist da noch Tom Guthrie und seine beiden Söhne Bobby und Ike. Guthrie ist wie Maggie Lehrerin und noch verheiratet. Doch seine Frau leidet unter schweren Depressionen und verlässt die Familie. Das hinterlässt bei den beiden Jungs ein nachhaltiges Gefühl von Verlassenheit und Einsamkeit.

Haruf verwebt die Leben der einzelnen Protagonisten miteinander. Jeder einzelne ist der Suche … einem Miteinander, nach Nähe und Geborgenheit, Verständnis und Liebe. Und so wird nach und nach aus etwas anfänglich Kleinem etwas Großes.

Mir hat dieses Buch wie auch schon Harufs „Unsere Seelen bei Nacht“ sehr gut gefallen. Haruf hat eine Art und Weise einzelne Leben und Schicksale miteinander zu verknüpfen, die in meinen Augen ganz besonders ist. Beim Lesen habe ich mich mitnehmen lassen, auf eine Reise in die kleine Stadt Holt. habe Menschen kennen und auch lieben gelernt, die eigentlich alle nur eines suchen … Liebe und Geborgenheit.

Dies ist kein spektakuläres oder aufregendes Buch … nein, es ist eins von diesen leisen und warmen, das sich ganz langsam in dein Herz schleicht.

Unbedingt lesen!!!

Neulich in der Buchhandlung … #12

Lieber Diogenes Verlag,

seit September 2015 führe ich eine kleine Buchhandlung im beschaulichen Ruppichteroth (Rhein-Sieg-Kreis). Ich mag die Menschen in Ruppichteroth und den Ort auch. Ich bin gerne hier und sehr dankbar, dass ich mir meinen Traum einer eigenen Buchhandlung erfüllen konnte.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich mich frage warum mache ich das alles, weshalb mache ich keinen Job irgendwo als Angestellte. So einen Tag hatte ich gerade gestern wieder. Draußen ist es kalt und ungemütlich. Ich bin krank und gehöre eigentlich ins Bett. Dennoch schleppe ich mich in die Buchhandlung und bemühe mich auch schwierige Kunden*innen zufrieden zu stellen … ich bin also mega genervt und dann steht plötzlich eine Kundin im Laden, lächelt mich an und sagt: Wissen Sie eigentlich, dass mein Leben ohne Sie keinen Sinn hat? Und das ist dann einer dieser Momente der mein Herz berührt … mich alles vergessen lässt … meine Erkältung, mein Wunsch nach einem Bett und der Frage „Warum“.

Seit ca. einem halben Jahr habe ich dieses Plakat von Dir in meiner Eingangstür hängen. Was ich seit dem erlebt habe ist einfach unglaublich.  Menschen, egal ob Stammkunde oder ganz neuer Kunde, ob Jung oder Alt, ob Männlein oder Weiblein, ob Introvertierte oder Extrovertierte … stehen plötzlich vor mir und sagen mir, dass ihr Leben ohne mich keinen Sinn hat. Jetzt mal ganz ehrlich … ist das nicht die schönste Liebeserklärung die man als Buchhändlerin bekommen kann?

Und deshalb lieber Diogenes Verlag möchte ich mich heute bei Dir einmal dafür bedanken. DANKE ♥♥♥ Danke ♥♥♥ … für dieses wundervolle Plakat und der damit verbundenen Liebeserklärung an den Buchhändler*in/ Buchhandel.

 

Eure Angelika ♥♥♥

 

P.S.: An alle Leser*innen da draußen: Geht zu euren Buchhändlern*innen und macht ihnen obige Liebeserklärung. Auch wenn es ein wenig Überwindung kosten mag … euren Buchhändler*in wird es glücklich machen!