Kurz & Knapp … März 2018

Als ob man sich auf hoher See befände von Yara Lee

Laut Klappentext erwartet mich eine Geschichte über zwei Menschen, Marla und James, die sich durch Zufall treffen und lieben lernen. Auf einer Forschungsreise kommt es zu einem Zwischenfall. Parallel wird die Geschichte von Ulysses einem älteren Mann, der einen Platz sucht, an dem er sterben möchte. Es ist Marlas Vater, der seine Tochter nach dem Unfalltod der Mutter in ein Heim gegeben hat.

Die Geschichte ist von Anfang an ziemlich schwer zu lesen, da die Autorin viele Begriffe und deren verschieden Bedeutungen bis zum erbrechen beschreibt. Zum Beispiel geht es in einem Kapitel um das Wort „glatt“. Da lese ich Zeile um Zeile, dass etwas glatt sein kann (hier in Verbindung mit verschiedenen Oberflächen oder Strukturen) oder wie man glatt in verschiedenster Weise definieren kann oder wie man glatt steigern kann … Mal ganz ehrlich, wenn ich so etwas wissen möchte, dann schau ich im Duden oder sonst wo nach, dafür brauche ich kein Buch. Aber das ist nur ein Begriff von vielen, die Autorin bis zum erbrechen erklärt … definiert/ erklärt/ beschreibt. Das strengt an, und lenkt von der Geschichte ab.

Fazit: Mir scheint, die Autorin wollte zeigen wie toll „Sprachkunst“ sein kann, welche sie studiert hat. Mich hat es mega gestört und dem Buch jegliche Chance genommen eine tolle Geschichte zu erzählen.

(Residenz, ISBN: 9783701716876, Preis: 22,00 Euro)

 

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So enden wir von Daniel Galera

Duke ist tot. Opfer eines Raubüberfalls. Die Freunde von damals … Aurora, Antero und Emiliano … sind gekommen um Abschied zu nehmen. In Rückblenden erinnern sie sich an ihre gemeinsame Zeit kurz vor der Jahrtausendwende. Erinnerungen an Ziele, Hoffnungen, Ängste und Enttäuschungen.

In abwechselnden Kapitel erzählen die drei übrig gebliebenen Protagonisten von ihrem Leben früher und heute. Als Leserin erfahre ich, wie sich die vier kennen gelernt haben und wie sie gemeinsame Projekte voran getrieben haben. Zwischen den Zeilen liest man jedoch Galeras Kritik an der Welt und der Gesellschaft … Konsum, digitale Medien, Sex, Korruption und Chaos sind Bestandteil seiner Kritik.

Fazit: Mir war das ganze Buch/ die Geschichte zu viel. Dieses, ich nenn es mal Gejammer über unsere auch so schlimme Welt ging mir echt auf die Nerven. Jede Generation hatte/ hat mit ihren Problemen zu kämpfen. Aber diese Schwarzseherei in diesem Buch ist echt zu viel. Ich hoffe und glaube, das wir so (!!!) nicht enden werden!

(Suhrkamp, ISBN: 9783518428016, Preis: 22,00 Euro)

 

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Der restliche Sommer von Max Scharnigg

In diesem Buch geht es um einen Kolumnisten, der sich verleibt hat und mit seiner Freundin den Sommer am Meer verbringt. Zeitgleich entkommt ein junger Mann einem vermeintlichen Attentat und wird in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem er eine junge Frau kennen lernt. In einer weiteren Geschichte erzählt Scharnigg von den längst vergessenen Träume einer Frau, die von ihrem Mann verlassen wurde.

Hier gibt es wieder mehrere Erzählstränge, die, je weiter man in die Geschichte eintaucht irgendwie miteinander verwoben sind. Die Protagonisten kennen sich irgendwie alle, sind sich im Leben bereits begegnet, doch das wird erst nach und nach ersichtlich. Und je weiter ich lese, desto mehr faszinieren mich die einzelnen Geschichten und am Ende bin ich überrascht.

Fazit: Eine Geschichte die ich gerne gelesen habe. Sie lässt mich mit der Frage, wie ich mein restliches Leben verbringen möchte zurück.

(Hoffmann und Campe, ISBN: 9783455404944, Preis: 20,00 Euro)

 

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Das vergessene Fest von Lisa Kreißler

Nina, Arif und Ronda sind Freunde seit der Uni. Jetzt, nach 15 Jahren, sind Arif und Ronda auf dem Weg zu Nina, denn diese heiratet. Es ist eine ganz besondere Hochzeit auf einer Lichtung im Wald. Doch die Hochzeit nimmt kein glückliches Ende. Die Braut sagt nein und flieht mit ihren Freunden in den Wald.

Was als wirklich wunderschöne Geschichte anfängt, endet im Desaster. Auch für mich als Leserin. Bis etwa zur Mitte erzählt Kreißler eine schöne Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Doch nachdem die Braut nein gesagt hat und die drei vom Fest in den Wald fliegen wird es echt abgedreht. Zwischendurch habe ich mich gefragt haben die Protagonisten gekifft oder die Autorin? Denn das was die Protagonisten im Wald erleben ist echt konfus, durchgeknallt und chaotisch.

Fazit: Sprachlich sehr schön und wie gesagt, ab der Mitte einfach nur der Horror. Schade, schade … es hätte so schön werden können!

(Hanser Berlin, ISBN: 9783446258556, Preis: 20,00 Euro)

 

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Der endlose Sommer von Madame Nielsen

Tja, eigentlich wollte ich einen endlos Satz schreiben, wie Madame Nielsen, deren Buch die Geschichte eines Jungen ist, der eigentlich nicht weiß, ob er ein Junge ist oder vielleicht doch, sich wahrscheinlich verliebt in eine Frau, die verheiratet ist und Kinder hat, deren Mann eifersüchtig ist und den Liebhaber seiner Frau erschießen möchte, aber ehrlich gesägt weiß ich das nicht so ganz, denn „Der endlose Sommer“ fängt erst richtig auf Seite 82 an und ist dann auch schon fast vorbei, ohne das er richtig stattgefunden hat.

Ha …. vier Zeilen habe ich geschafft. Madame Nielsen schafft drei Seiten und mehr für einen einzigen Satz. Sie verliert sich dabei in Nebensächlichkeiten bis ins millionste Detail, ohne etwas wirklich wichtiges gesagt zu haben. Das ist für mich als Leserin echt anstrengend. Ich mag Bandwurmsätze. Aber bitte mit Aussage/ Inhalt und nicht nur angereihte Wörter, um der Länge willen. Die Geschichte vom endlosen Sommer wäre nämlich ohne diese Sätze sehr schnell zu ende gewesen, da es letztendlich nicht viel zu erzählen gab.

Fazit: Ich hätte gerne eine schöne Geschichte gehabt, von mir aus auch endlos, aber bitte keine endlosen Sätze, die nichts sagen!

(Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 9783462051025, Preis: 18,00 Euro)

 

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Von dieser Welt von James Baldwin

Der junge John Grimes wächst in einer autoritären und strenggläubigen Familie auf. Er kennt nichts anderes als Kirche und Schläge, die sein Vater mit Gottes Willen rechtfertigt. John hat nur einen Wunsch … er will raus aus diesem Dorf, diesem Leben …

Dieses Buch hat mich an manchen Stellen echt erschüttert. Ich wusste aus dem Vorwort, dass es autobiografische Züge enthält. Grimes Leben war ein Leben, geprägt von einen autoritären Vater, der eigentlich gar nicht sein Vater ist, und Gott. Überhaupt hat Gott und die Religion einen sehr großen Anteil in diesem Buch. Was mich persönlich sehr fasziniert hat, da viele Dinge, die im Leben der Protagonisten geschehen mit Gottes Willen deklariert werden. Die Religiosität in diesem Buch ist an manchen Stellen im Buch schon echt krass.

Fazit: Ein Buch, dass an manchen Stellen nicht einfach ist, weil es unter die Haut geht, lohnt sich aber auf jeden Fall.

(dtv, ISBN: 9783423281539, Preis: 22,00 Euro)

 

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Ein Gedanke zu “Kurz & Knapp … März 2018

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