Geschafft!!!

IMG_2700Puh … das wäre erst einmal geschafft. Endlich habe ich auch einen Blog. Ich möchte mit diesem Blog meine Liebe zu Büchern teilen. Für mich gibt es nichts schöneres als den Menschen von meiner Liebe zu Büchern zu erzählen, sie mit meiner Freude über Literatur anzustecken.🙂

Erst einmal habe ich ein paar Rezensionen aus dem letzten Jahr online gestellt. Ob noch mehr aus dem letzten Jahr folgen weiß ich noch nicht, da es ja dieses Jahr viele tolle neue Bücher geben wird.

Ich möchte Euch eine kleine „Einführung“ geben.

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In den nächsten Tagen und Wochen werde ich das ein oder andere noch spezifizieren. Über Frage, Anregungen und konstruktive Kritik freue ich mich. Ihr könnt das hier kommentieren oder mir eine Mail schreiben: angelikaabels@gmx.de.

Jetzt wünsche ich Euch mega viel Spaß beim stöbern in meinem Blog.

Eure Angelika ♥

Neulich in der Buchhandlung … #6

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Hallo Ihr Lieben,

lange vor den Ferien, so Anfang Juni habe ich Blanko Lesetüten an die Grundschulen Schönenberg und Ruppichteroth gegeben. Die Kids haben diese dann bemalt. Kurz vor den Ferien habe ich diese zurück bekommen. Einen Teil der bemalten Tüten habe ich dann im Schaufenster ausgestellt. Viele Menschen blieben stehen und haben die Tüten betrachtet. Kunden haben gefragt was es damit auf sich.

Das Leseförderungsprojekt „Lesetüte“ ist eine bundesweite Buchhandelsaktion für Lese- und Schulanfänger. 2015 wurden über 100.000 Tüten und Erstlesbücher aus den Reihen „Bücherbär“ (Arena) und „Büchersterne“ (Oetinger) an alle teilnehmenden Buchhandlungen ausgeliefert. Die Anzahl der von Buchhandlungen verteilten Lesetüten hat sich seit 2011 mehr als verdreifacht und erreichte im fünften des Bestehens erneut Rekordzahlen

Die „Lesetüte“ wurde 2011 für den Buchhandel von der IG Leseförderung im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, den Verlagen Arena und Oetinger, wird es seitdem erfolgreich mit Buchhandlungen und Grundschulen durchgeführt. Das Konzept funktioniert denkbar einfach: Jedes Kind erhält zur Einschulung eine fantasievoll bemalte und farbenfrohe Lesetüte. Darin enthalten ist ein Erstlesebuch (broschierte Sonderausgabe von Arena bzw. Oetinger), ein an die Eltern gerichtetes Begleitschreiben zum Thema Lesen im Grundschulalter, sowie einen Stundenplan der Verlage und ein Lesezeichen.

dsc_3865_resizeddsc_3853_resizedIn den Ferien hat die Grundschule Schönenberg die  25 gefüllten Tüten abgeholt und mir, da ich leider nicht dabei sein konnte, ein Bild von der Übergabe geschickt.

 

Am 31. August 2016 war es endlich soweit, die Lesetüten wurden an die Erstklässler der Grundschule Ruppichteroth übergeben. Diesmal war ich dabei und ich war total aufgeregt. Die Tüten wurden im Eingangsbereich auf einen Tisch gestellt. Frau Löbach, die Direktorin, hat den Kids dann erklärt wer ich bin und was ich heute vorhabe. Danach habe ich ihnen erzählt was ich in der Buchhandlung mache und was Schönes in den Lesetüten drin ist. Die Gesichter hättet ihr sehen sollen.🙂 Dann haben wir (Frau Löbach, die beiden Klassenlehrerinnen Frau Binz und Frau Pantel, und ich) die Tüten verteilt. Vorher hatten die Kids die Ansage bekommen, noch nicht in die Tüten zu schauen, sondern erst, wenn sie wieder in ihren Klassen sind. Oh man, ihr hättet die neugierigen Blicke sehen sollen, aber … die waren mega diszipliniert und haben nicht reingelinst.🙂 Insgesamt wurden 49 Tüten verteilt.

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Für mich war das eine sehr schöne Erfahrung. Als Buchverrückte ist es mir an großes Anliegen, dass Kinder Spaß am lesen haben/ bekommen. Und wenn es diese Art der Leseförderung gibt, dann bin ich gerne dabei.

Apropo Leseförderung … den Lesekoffer bekommt die Grundschule Ruppichteroth auch noch bzw. haben sie heute bekommen. Aber davon erzähle ich Euch das nächste Mal.

 

Bis dann …

Eure Angelika ♥

… aus „Mr Gwyn“ von Alessandro Baricco

Hoffmann und Campe Fester Einband  320 Seiten  Erscheinungsdatum: 27.02.2016 Preis: 22,00 € ISBN: 9783455405613

Hoffmann und Campe
Fester Einband
320 Seiten
Erscheinungsdatum:
27.02.2016
Preis: 22,00 €
ISBN: 9783455405613

 

„Jasper Gwyn blieb zweiundsechzig Tage in dem kleinen spanischen Hotel, eine angenehme Zeit. Als es ans Bezahlen der Rechnung ging, waren unter den Extrakosten zweiundsechzig Tassen kalte Milch, zweiundsechzig Gläser Whisky, zwei Telefonate, eine gesalzene Rechnung der Wäscherei (hundertneunundzwanzig einzelne Posten) und der Kauf eines Transistorradios verzeichnet – was einen gewissen Eindruck von seinen Neigungen vermitteln mag.“ (Seite 13)

∗∗∗

„Jasper Gwyn hatte sich vorgestellt, dass die Leute die beschriebenen Blätter mitnehmen und bei sich zu Hause in einer Schublade aufbewahren oder auf einen Couchtisch legen würden. Wie sie ein Foto aufbewahren oder ein Bild an die Wand hängen konnten. Dies war ein Aspekt der Geschichte, der ihn wirklich begeisterte.“ (Seite 51)

∗∗∗

„Und er erklärte, was ihm gefallen würde, sei ein akustischer Hintergrund, der sich veränderte wie das Licht im Laufe des Tages, nämlich unmerklich und kontinuierlich. Vor allem aber: elegant. Das sei sehr wichtig. Er fügte hinzu, was ihm vorschwebe, dürfe nicht den geringsten Rhythmus haben, nichts sein als ein Werden, das die Zeit aufhebt und einfach die Leere einer ohne alle Koordinaten vergehenden Gegenwart füllt.“ (Seite 65)

∗∗∗

„Jasper Gwyn hat mir beigebracht, dass wir keine Figuren sind, sondern Geschichten. Wir begnügen uns immer mit der Vorstellung, eine Figur in wer weiß welcher Abenteuergeschichte zu sein, auch in einer ganz simplen, aber wir müssten einsehen, sagt er, dass wir die ganze Geschichte sind, nicht nur diese Figur. Wir sind der Wald, durch den sie wandert, der Bösewicht, der sie reinlegt, das Durcheinander um sie herum, wir sind alle Leute die vorbeigehen, die Farben von Dingen, die Geräusche.“ (Seite 226)

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„Sie erkannten sich in den Ereignissen, die passierten, in den Gegenständen, den Farben, im Tonfall, in einer gewissen Langsamkeit, im Licht und auch in den Figuren, natürlich, aber in allen, nicht nur in einer, in allen gleichzeitig – denn, wir sind eine Menge Dinge, und alle gleichzeitig.“ (Seite 228)

∗∗∗

 

Lebenslügen

Zsolnay, Paul Fester Einband  224 Seiten  Erscheinungsdatum: 25.07.2016  Preis: 20,00 € ISBN: 9783552057937

Zsolnay, Paul
Fester Einband
224 Seiten
Erscheinungsdatum:
25.07.2016
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783552057937

Klappentext
Ein Hotelzimmer in Amsterdam: Ben wartet auf die Urne mit der Asche seiner Mutter Marlene. Er ist alleine. In einem Brief an seinen Sohn versucht er zu erklären, wie es dazu kam, dass sich sein Leben plötzlich verändert hat.
Vor vierzig Jahren erfuhr Ben, dass sein eigener Vater entführt und ermordet wurde, im kolumbianischen Rebellengebiet, wo er im Auftrag eines deutschen Nachrichtenmagazins unterwegs war. Marlene und Henk – in Hamburg standen sie im Mittelpunkt, waren Teil der linken Szene. nach der Entführung änderte sich für Bens Mutter alles. Doch erst durch das Auftauchen einer unbekannten Frau erkennt Ben, in welchem Ausmaß sich Marlene in Lebenslügen verstrickt hatte.

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Eine Regenböe erfasste Ben, als er um die Ecke bog. Er lehnte seinen Körper in den Wind. Er liebte dieses Gefühl, die Nässe auf dem Gesicht, die ihn erfrischte, der Widerstand, gegen den er ankämpfte. Diese Stadt war für ihn immer die Freiheit gewesen.“ (Seite 34)

Ben ist vierundvierzig und sitze in einem Hotelzimmer in Amsterdam fest. Dort wartet er auf die Urne seiner Mutter, die in der Post verloren gegangen ist. Es wird fünf Tage dauern, bis die Beisetzung stattfindet. In dieser Zeit pendelt Ben zwischen Hotel, Wohnung der Mutter und Orten seiner Kindheit hin und her. Er schreibt einen Brief an seinen vierjährigen Sohn, der diesen erst in Bens Alter lesen soll. Es ist ein Rückblick und zugleich auch Ausblick auf Bens Leben und das seiner Familie.

Ben ist so alt wie sein Sohn jetzt (vier Jahre) als sein Vater von Rebellen entführt und umgebracht wird. Dadurch und durch die Geschichten die man ihm erzählt hat, wächst Ben mit einem Heldenvater auf. Doch nach und nach erfährt er in den fünf Tagen, in denen er auf die Urne seiner Mutter wartet, die Wahrheit. Dinge, die ihm sein Leben lang verschwiegen wurden und er fragt sich, wie sein Leben verlaufen wäre, hätte er die Wahrheit gewusst.

„Ich fühlte, wie die Schwere mich überkam. Ich fühlte: Dies ist der entscheidende Moment, so also fühlt es sich an, einen wichtigen Moment zu erleben, so fühle ich mich in dem Augenblick, bevor ich den Vorhang des Tempels zerreiße, bevor ich Schluss mache mit dieser Geschichte, mit ihrer Geschichte, die auch meine ist. Ich kann diese Lügen nicht mehr ertragen, sie wird in kurzer Zeit daran ertrinken, sie hat nicht mehr viel Zeit, (…)“ (Seite 58/ 59)

Dieses Buch von Philipp Blom muss man mit höchster Aufmerksamkeit lesen, da der Autor in seiner Geschichte sehr springt. Mal ist er der kleine Junge und ein Satz weiter ist er der Mann, der seinem Sohn einen Brief schriebt. Doch durch diese erhöhte Aufmerksamkeit, die man dieser Geschichte entgegenbringen muss, reist sie mich mit, wie Wellen beim Rückzug ins Meer den Sand vom Strand.

Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie die über Generationen versucht den äußeren Schein zu wahren. Die sich immer mehr und mehr in Lebenslügen verstrickt, so dass auch ich am Ende nicht wirklich weiß, was ist die Wahrheit und was ist eine Lebenslüge.

Mit dieser Geschichte hält Blom uns aber auch einen Spiegel vors Gesicht und man muss sich fragen wie viel Schein und/ oder Lebenslügen  gibt es in unserem Leben?

„Geht es dir auch manchmal so, fragte er unvermittelt zurück, dass du dich in einem Leben wiederfindest, das zum Großteil eine Folge deiner Entscheidungen ist, das aber gleichzeitig mit den Konsequenzen, wie du sie dir ausgemalt hattest, nichts zu tun hat?“ (Seite 189)

Ein Buch dessen Geschichte gewaltig ist. Wie Wellen bei Sturm am Meer vor denen man Angst haben muss fortgetragen zu werden…

Unbedingt lesen!!!

 

4 von 5 Sternen

… „Das Mittwochszimmer“ von Dagmar Seifert

Langen-Müller Fester Einband  320 Seiten  Erscheinungsdatum: 04.02.2016  Preis: 20,00 € ISBN: 9783784433929

Langen-Müller
Fester Einband
320 Seiten
Erscheinungsdatum:
04.02.2016
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783784433929

 

„Mitte der Sechziger war Abitur noch was für Menschen, die studieren wollten. Die Intelligenteren und Begabteren gönnten sich (wenn sie’s nicht nötig hatten, möglichst schnell Geld zu verdienen) die „mittlere Reife“. Und wer immer noch ganz plietsch war, aber praktisch veranlagt, der machte eben nur den Volksschulabschluss. Das war auch etwas.“ (Seite 75)

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„Ein bisschen Schnee fiel immer noch, träge, zusammenpappende, große Flocken aus gelblich grauem Himmel. Hinter Conny und Christian wartete ein dunkelblonder junger Mann mit einem kleinen Mädchen, sieben- oder achtjährig. Conny warf einen Blick über die Schulter und dann noch einen und noch einen: Was für ein Traumprinz war das!“ (Seite 93)

∗∗∗

„Romantik. Das Wort klingt so nett, weich und gekringelt. Positiv. Ist es aber nicht. Es hat mit Sehnsucht zu tun. Alle romantischen Geschichten beinhalten Sehnsucht. In Wahrheit ist das nichts weiter als Sentimentalität. Eine vorrübergehende pompöse Gemütserfassung, wie unser guter Romeo sie ständig hatte. Ein Hineinsteigern in Rührung und Kitsch. Connymädchen, sieh dich bitte vor. Wenn du süchtig danach wirst, dann willst du immer mehr davon naschen. Dann erträgst du alle möglichen unangenehmen Situationen, die du eigentlich energisch ändern müsstest, bloß weil der Schmerz und die Melancholie so schön sind. Vico von Loon ist genau der Junge, der dir eine lebenslange Sucht dieser Art verpassen könnte. Bitte versprich mir, dass du ihn sehr skeptisch betrachtest, ja? Ohne Romantik …“ (Seite 128)

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„Nein. Ich meine, wir hatten unser Leben lang eine romantische Liebesgeschichte, und irgendwie hat sie es nicht überlebt. Legalisierung bekommt ihr nicht. Vielleicht ist sie sogar vorher schon gestorben und wir haben es nicht gemerkt.“ (Seite 313)

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Eine Reise mit unerwartetem Ausgang

Zsolnay, Paul Fester Einband  272 Seiten  Erscheinungsdatum: 25.07.2016  Preis: 20,00 € ISBN: 9783552063266

Zsolnay, Paul
Fester Einband
272 Seiten
Erscheinungsdatum: 25.07.2016
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783552063266

Klappentext
Nora hat ihren Vater verloren. Das wäre schon schlimm genug, doch dann erfährt sie seinen letzten Willen. Sie muss Paris und ihr schönes Leben dort verlassen, um mit der Asche ihres Vaters im Handgepäck und einem pedantischen jungen Notariatsgehilfen, der ihr täglich das nächste Etappenziel mitteilt, eine Wanderung zu unternehmen – durch ein Land, das sie kaum kennt.
Nora, die lebenslustige Chaotin, und Bernhard, der strenge Asket, folgen zwischen Regengüssen, Wortgefechten und allmählicher Annäherung einem Plan, der ihr Leben auf den Kopf stellen wird.

∗∗∗∗∗

„Der Tod ist ein Skandal, hat Canetti gesagt. Das ist ein großer Unsinn. Canetti gehört nicht zum Kreis meiner Altersfreunde! Der Tod ist eine simple Sache. Der Skandal ist das Leben. Es geht einfach weiter.“ (Seite 192)

Nora und Bernard kennen sich nicht und trotzdem reisen sie gemeinsam von Paris aus in die Alpen. Und sie tun dies nicht freiwillig. Noras Vater ist plötzlich verstorben und hat an das große Erbe, dass Nora gerade Recht kommt, eine Bedingung geknüpft. Seine Asche soll in den Alpen verstreut werden, an der Stelle, an der Noras Mutter vor zig Jahren ums Leben kam. Und damit Nora auch wirklich diese Reise unternimmt, stellt ihr Vater ihr ein Notariatsgehilfe zur Seite. Dieser soll mitreisen und Nora täglich einen Brief geben, in dem genaue Anweisungen für die Reiseetappen stehen. Doch die beiden sind wie Feuer und Wasser, und dementsprechend ist die Reise für beide eine Herausforderung.

„Alles ist irgendwann das erste Mal. Und alles ist irgendwann das letzet Mal. Der erste Kuss, der letzte Kuss … der unwiederbringliche letzte Kuss.“ (Seite 193)

Als ich Cover und Titel gesehen habe, habe ich erst einmal gedacht … was ist das denn für ein „komisches“ Buch. Dann las ich den Namen des Autors und wurde sofort an mein erstes Buch „Liebe unter Fischen“ von ihm erinnert. Das hatte mir seinerzeit sehr gut gefallen. Für mich war klar, dieses Buch muss ich lesen.

Dieses Buch hat sehr viel zu bieten. Neben den ständigen Zankereien zwischen Nora und Bernhard (die mich zum Lachen bringen) und Noras Nörgeleien (die mich echt manchmal nerven … so eine verwöhnte Zicke) geht es in diesem Buch um den Sinn des Lebens, der Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod. René Freund verpackt diese ernsten Themen geschickt zwischen Humor und tiefsinnigen Briefen. Die sind übrigens mein persönliche Highlight. Die Briefe, die Noras Vater an seine Tochter schreibt, in einer Zeit, in der er weiß, dass er sterben wird. Diese Rückschau auf das gelebte Leben, die Gedanken und Hoffnungen über das Sterben und den Tod an sich … einfach wunderschön, sofern man hier wunderschön reden kann.

„Ich verstehe da so: Es gibt nur zwei Möglichkeiten – es gibt keine dritte! Entweder, das alles hat einen Sinn, oder alles ist Willkür und Zufall. Entweder. Dein Leben wird von einer inneren Weisheit geleitet, oder deine Freunde, deine Familie, deine Erfahrungen sind sinnlos und austauschbar. Und auch wenn ich wie wir alle den Sinn nicht erkennen kann, möchte ich auf den Sinn wetten. Das macht unser Leben einfach größer und erfüllter.“ (Seite 234)

Nicht vom Cover und vom Titel abschrecken lassen … unbedingt lesen!!!

Wie ein 10jähriger versucht den „Schein“ zu wahren

Piper Flexibler Einband  192 Seiten Erscheinungsdatum: 16.04.2013  Preis: 7,99 € ISBN: 9783492305013

Piper
Flexibler Einband
192 Seiten
Erscheinungsdatum:
16.04.2013
Preis: 8,99 €
ISBN: 9783492305013

Klappentext

Luca ist kaum zehn Jahre alt, aber was er von Waisenhäusern zu halten hat, weiß er genau – die kennt er aus dem Fernsehen, und da will er auf keinen Fall hin. Deshalb beschließt er, niemanden zu sagen, dass im Schlafzimmer seine Mutter tot im Bett liegt. Er wird schon zurechtkommen. Schließlich ist er es gewohnt, sich um das meiste selbst zu kümmern, denn Mama war gelegentlich ein bisschen komisch, und einen Vater hat er nicht. So gut es geht versucht er, regelmäßig zu essen und einigermaßen sauber und ordentlich in der Schule zu erscheinen. Eine Zeit lang läuft alles glatt, aber dann gibt es ein Problem …

∗∗∗∗∗

Ich möchte nicht weiter auf den Inhalt eingehen, da man sonst zu viel verrät. Dieses Buch ist eins von der Sorte, die einen lange nachhaltig beschäftigen. Da ist dieser kleine Kerl, keine zehn Jahre alt, und er muss von heute auf morgen ohne seine Mutter auskommen. Er denkt immer nur daran, dass er den „Schein“ wahren muss, hofft, dass seine Mutter wie Jesus vielleicht am dritten Tage aufersteht und muss dann erfahren, dass er an seine Grenzen kommt.

Während des Lesens habe ich immer nur Gedacht … oh je, der arme kleine Kerl. Ich wollte ihn in den Arm nehmen, trösten und ihm sagen, dass er nicht Schuld ist am Tod seiner Mutter, denn das denkt er unentwegt. Aber auch frage ich mich ständig … merkt das wirklich niemand? Riecht keiner den süßlichen Geruch der verwesenden Leiche? Schließlich leben sie in einem Mehrparteienhaushalt. Vermisst niemand die Mutter? Fragen, die mich wütend werden lassen und mir wieder einmal zeigen, dass wir in einer Gesellschaft leben in der weggeschaut wird. Man will mit den Problemen der anderen nichts zu tun haben.

Die Autorin versteht es, diese „Spurenhinterlassende“ Geschichte einfühlsam zu erzählen. Ein Buch das noch lange nachwirken wird!!!

 

4 von 5 Sternen

Neulich in der Buchhandlung … #5

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Hallo Ihr Lieben,

heute melde ich mich mal wieder.🙂 Endlich habe ich ein bisschen Zeit, um etwas zu schreiben. Die letzten Wochen waren echt unglaublich.

Als die Ferien begannen, habe ich so für mich gedacht … ach, jetzt wird es ein bisschen ruhiger und Du kannst einmal verschiedene Dinge aufarbeiten, wie zum Beispiel Rezensionen schreiben ( die gelesenen Bücher stapeln sich). Doch daraus wurde dann doch nichts. Vom ersten Tag der Ferien bis gestern ging es hier in der Buchhandlung Schlag auf Schlag. es wurden Unmengen von Schulbüchern von Eltern und Schülern bestellt. Für mich war das ja alles neu und ich war echt überrascht, was da alles gebraucht wird und vor allem wie hoch der Eigenanteil ist, bzw. wie viele Arbeitshefte gebraucht werden. Der Höhepunkt war dann gestern. Am Montag kamen unzählige Eltern und Schüler in die Buchhandlung gestürzt, um auf den letzten Drücker noch Bücher zu bestellen. Fazit: Gestern Morgen kamen sechs Kisten Bücher und am Abend habe ich echt gedacht ich hätte einen Tag im Weihnachtsgeschäft hinter mir. Es ging nur rein und raus.

Heute morgen habe ich dann so vor mich hingearbeitet, es war bis dato ein verhältnismäßig normaler Mittwoch. Doch seit dreizehn Uhr stürmen wieder die Kids in den Laden um Arbeitshefte zu bestellen. Einige Schulen geben nämlich erst mit dem ersten Schultag die Liste der Arbeitshefte raus. Nun denn … warten wir mal ab.🙂

Nächste Woche übergebe ich „Lesetüten“ an die neuen Erstklässler. Darüber werde ich Euch dann später berichten.

Nun hoffe ich sehr, dass ich in nächster Zeit dazu kommen wieder regelmäßiger Rezensionen zu posten.

Bis dann

Eure Angelika ♥