Man spielt nicht mit der Liebe

 

Hanser Literaturverlag Fester Einband 188 Seiten Erscheinungsdatum: 28.07.2014  Preis: 18,90 € ISBN: 9783446245952

Hanser Literaturverlag
Fester Einband
188 Seiten
Erscheinungsdatum: 28.07.2014
Preis: 18,90 €
ISBN: 9783446245952

Klappentext
Sie heißt Billie, weil ihre Mutter für Michael Jacksons „Billie Jean“ schwärmte, er heißt Franck, denn seine Mutter vergötterte Frank Alamo. Sie wuchs in einer Wohnwagensiedlung auf, bei den Asozialen, er lag im ständigen Clinch mit seinem bürgerlich-reaktionären Vater. Nichts scheint diese beiden Außenseiter zu verbinden, bis eine Lehrerin ihnen die Hauptrollen im Schultheater gibt. Die Aufführung mit Billie, der Unterschichtengöre, und Franck, dem kleinen Schwulen, wird ein überraschender Erfolg. Trotzdem spricht alles gegen ein Happy End: Sie bleibt sitzen, er muss ins Internat, es folgen Abstürze und Schicksalsschläge. Aber Billie und Franck haben gelernt, den Mut nicht zu verlieren und sich jedes Mal wieder aufzurichten. In Paris werden sie einander wiederfinden – zusammen ist man weniger allein. Wenn man Billie (wie Billie Holiday) heißt, stellt man sein Leben mit zweiundzwanzig einfach auf Reset.

∗∗∗∗∗
„Meine Worte richteten sich nicht an ihn, sondern an mich. An meine Dummheit. Meine Schmach. Meine mangelnde Vorstellungskraft. Niemals würde er mich im Stich lassen, und wenn er jetzt schwieg, dann allein deshalb, weil er nicht mehr bei Bewusstsein war.“ (S. 13)

Die Geschichte setzt ein, kurz nachdem Billie und Franck in den Bergen verunglückt sind. Während Billie denkt, dass Franck im Koma liegt, lässt sie ihr und Franck Leben Revue passieren. Sie erzählt einem einzelnen Stern, wie sie sich kennen gelernt haben, und wie ihr Leben verlaufen ist. Es ist ein trauriges Leben. Billie wächst in der Unterschicht auf. Ihr Vater hat nach der Flucht der Mutter wieder geheiratet. Die Stiefmutter trinkt und Billie führt ein einsames Leben. Sie bettelt, klaut und später arbeitet sie zum Teil auch als Prostituierte. Aber es gibt Momente in ihrem Leben, in denen sie so etwas wie Glück empfindet. Nämlich die, in denen sie mit Franck zusammen sein kann.

„Wenn ich einmal sterbe, wird keine Spur von mir bleiben. Außer Franck hat ja kein Mensch mein Licht gesehen, und wenn er vor mir stirbt, ist es vorbei. Dann  erlösche ich auch.“ (S. 92)

Aber auch Franck ist ein Außenseiter. Allerdings anders als Billie, gehört er mehr der Oberschicht an. Dennoch lebt er eine Lüge. Schon früh ist ihm klar, dass er Jungen/ Männer liebt. Doch das kann er seinem Vater niemals anvertrauen. Daher lebt er ein Leben, das ihm sein Vater diktiert. Er studiert Jura, obwohl er eigentlich Juwelier werden möchte. Erst als Franck zusammen mit Billie in Paris lebt, schafft er seine Träume zu verwirklichen.

„Wir wussten, dass das zwischen uns nicht Verachtung oder Gleichgültigkeit war, sondern Vorsicht und dass wir, auch wenn wir es einander nicht mehr zeigen konnten, immer noch Freunde waren.“ (S. 81)

Dieser Roman geht unter die Haut und noch viel tiefer, nämlich mitten ins Herz. Obwohl diese Geschichte sehrt traurig, und auch melancholisch ist, macht sie dennoch auch Mut. Sie zeigt, dass es im Leben immer die Möglichkeit sein eigenes Tun und Handeln zu überdenken. Es muss nicht zwangsläufig ein schlechtes Leben werden, nur weil die Voraussetzungen bei der Geburt und in der Kindheit/ Jugend ungünstig waren, denn jeder ist seines eigen Glückes Schmied.

„Irgendwann und ohne dass es seine Absicht gewesen wäre, meinte mein Vater es endlich einmal gut mit mir und starb.“ (S. 107)

Ein wunderschönes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte ♥♥♥

5 von 5 Sternen

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♥ Eine Hommage an alle bibliophile Menschen ♥

Insel Verlag Fester Einband 89 Seiten Erscheinungsdatum: 20.10.2014 Preis: 12,00 € ISBN: 9783458176152

Insel Verlag
Fester Einband
89 Seiten
Erscheinungsdatum: 20.10.2014
Preis: 12,00 €
ISBN: 9783458176152

Klappentext
Beim überqueren der Straße wird die junge Literaturdozentin Bluma Lennon, in einen Gedichtband Emily Dickinsons vertieft, von einem Auto erfasst und ist auf der Stelle tot. Ihren Lehrstuhl in Cambridge übernimmt darauf ein junger Kollege, den mit Bluma nicht nur die Liebe zur Literatur verband, sondern auch eine turbulente Liaison. Eines Tages erhält er ein ramponiertes Buch mit einer Widmung seiner ehemaligen Geliebten. Vertsört bricht er auf, einer Spur zu folgen, die ihn  in seine ferne Heimat führt. Und dort wird er unversehens in eine faszinierende Welt geheimer Bibliotheken und mysteriöser Leser hineingezogen.

∗∗∗∗∗

Was für ein wundervolles Stück Prosa. Von der ersten bis zur letzten Seite hat es mich verzaubert. Alleine die Aufmachung ist schon wunderschön. Wenn ich über das Cover fühle spüre ich jedes einzelne Buch, das darauf abgebildet ist. Schlage ich es auf und blättere durch, finde ich auf manchen Seiten wunderschöne Zeichnungen. Und dann beginne ich zu lesen und finde mich wieder. Als Leser, als Liebhaber von Büchern und nicke mit dem Kopf, weil das was ich lese mir bekannt vorkommt.

„(…) und schaffe es trotzdem nicht, ein neues Bücherregal oder die nächste Doppelreihe zu vermeiden; schweigsam und unschuldig breiten sich die Bücher im ganzen Haus aus, und es gelingt mir nicht, sie aufzuhalten. (…)“ (Seite 17)

Dieses kleine und feine Buch ist ein Hommage an alles Leser und Liebhaber von Büchern. Es lässt das eigene Herz höher schlagen und verzaubert den Leser. ♥♥♥

5 von 5 Sternen

Auf der Suche nach Antworten

 

Aufbau Verlag Flexibler Einband 288 Seiten Erscheinungsdatum: 12.09.2014  Preis: 9,99 € ISBN: 9783746630854

Aufbau Verlag
Flexibler Einband
288 Seiten
Erscheinungsdatum: 12.09.2014
Preis: 9,99 €
ISBN: 9783746630854

Klappentext
Fragen nach ihren indischen Wurzeln waren für die neununddreißigjährige Priyanka immer ein Tabu. Von ihrer Mutter Asha erfährt sie nur, dass ihre Verwandtschaft schon viele Jahre vor ihrer Geburt gestorben ist. Doch dann bekommt sie von ihrem Mann ein Flugticket nach Indien geschenkt. Zunächst zögert sie, macht sich aber schließlich auf, um in der exotischen Heimat ihrer Mutter nach ihren Wurzeln zu suchen. Ihr Aufenthalt in Delhi wird zu einer Reise in die Vergangenheit, die nicht nur ihr Leben verändert.

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Priyanka wird seit der Schulzeit Bianca genannt. Einer Lehrerin wollte nur Kinder mit deutschen Namen und benannte daher alle „ausländische“ Namen um. Aber nicht nur das veranlasst Priyanka immer und immer wieder nach ihrer Vergangenheit, ihren Wurzeln zu fragen. Auch die strikte Weigerung ihrer Mutter macht sie nur neugieriger. Sie will wissen wer ihre Verwandten waren, wie und wo sie gelebt haben. An ihrem Geburtstag schenkt ihr Mann Marc eine Reise nach Indien, damit sie all ihre Fragen beantwortet bekommt. Doch plötzlich zögert Priyanka, hat Angst Dinge zu erfahren, die vielleicht unschön sind. Aber letztendlich macht sie sich auf den Weg. In Delhi angekommen taucht sie in eine andere Welt. Eine ihr eigentlich fremde Welt, die ihr aber auch irgendwie vertraut ist. Die Menschen dort erkennen in ihr die Inderin. Bei ihrer Erkundung des Landes erfährt sie dann, dass nichts so ist, wie sie all die Jahre geglaubt hat …

Dieser Debütroman ist sehr schön. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was die Geschichte sehr spannend macht. Mit viel Liebe zum Detail erzählt die Autorin die bewegende Geschichte von Mutter und Tochter. Die eine sucht nach ihren Wurzeln und die andere muss endlich die Dämonen der Vergangenheit besiegen. Dabei greift die Autorin Beate Rösler auch Themen wie Kinderhandel, Kinderarbeit, die Teilung des Landes, Sitten und Kultur auf. Dies aber alles so spannend verpackt, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Man taucht in eine fremde Welt ein, riecht die Gewürze und sieht die vielen tollen Farben des Landes.

Absolut lesenswert!

5 von 5 Sternen

Typischer ChickLit Roman

 

jiffy stories E-Book 255 Seiten Erscheinungsdatum: 20.11.2014  Preis: 8,99 € ISBN: 9783852360713

jiffy stories
E-Book
255 Seiten
Erscheinungsdatum: 20.11.2014
Preis: 8,99 €
ISBN: 9783852360713

Klappentext
Jeder Ex, dem man ein klein wenig nachtrauert, nimmt nach wie vor einen gewissen Prozentsatz an Liebe für sich ein. Verdammt, sollte das stimmen, dann sind Claras Chancen bald einen neuen Kerl zu finden dahin. Maximal 30 Prozent Herzenskraft sind laut Michi, Claras bester Freundin, noch drin. Doch wie holt man sich diese vergebene Liebe wieder zurück und ist es überhaupt möglich? Clara will es wissen! Sie nimmt mit ihren Ex-Lovern wieder Kontakt auf und ist fest entschlossen, ihr Herz freizumachen. Eine chaotische und amouröse Reise quer durch Europa beginnt …

∗∗∗∗∗

Clara, die Protagonistin ist ein junges Mädel unserer Zeit. Sie sucht die große Liebe und merkt, dass ihr Herz noch bei einigen alten und vergangenen „Lieben“ festhängt. Also beschließt sie diese aufzusuchen, um heraus zu finden, was ihr Herz nicht loslassen kann. Schnell wird klar, dass das gar nicht so einfach ist und fast verliert sie dann die wirklich große Liebe, weil sie einfach blind ist.

Dieser Debütroman der Autorin Tina Weng gibt es zur Zeit nur als E-Book. Es ist ein typischer ChickLit Roman. Mir teilweise ein bisschen zu oberflächlich, aber dennoch fühlte ich mich recht gut unterhalten. Für zwischendurch, wenn man mal etwas weniger anspruchsvolleres lesen möchte und zum abschalten ganz gut geeignet.

3 von 5 Sternen

Ein Buch, dass die Leser spaltet …

 

Aufbau Verlag  Flexibler Einband 304 Seiten Erscheinungsdatum: 05.12.2014 Preis: 9,99 € ISBN: 9783746630908

Aufbau Verlag
Flexibler Einband
304 Seiten
Erscheinungsdatum: 05.12.2014
Preis: 9,99 €
ISBN: 9783746630908

Klappentext
Marie fliegt mit ihren beiden Kindern übers Wochenende nach Paris. Dort findet eine Feier zu Ehren ihres Vaters statt, der einige Monate zuvor überraschend verstorben ist. Alte Wunden brechen auf, Marie provoziert eine Aussprache mit ihrer Mutter, in der es um Jahrzehnte totgeschwiegene Konflikte und Verletzungen geht. In dieser aufgewühlten Atmosphäre begegnet sie Serge. Es passiert nichts zwischen ihnen, aber es liegt etwas in der Luft. Obwohl sie ihren Mann Johannes liebt und mit ihm und ihren beiden Kindern ein glückliches Leben führt, schleicht sich eine Sehnsucht in ihre Gedanken, die sie nicht mehr loslässt. Auch wenn sie es sich zunächst nicht eingestehen will, eines ist schnell gewiss: Sie muss Serge wiedersehen. Immer tiefer taucht Marie in den Strudel ihrer Gefühle ein und läuft schließlich Gefahr, sich selbst zu verlieren.

∗∗∗∗∗

Dies ist das Debüt der Autorin Natascha Rodrigues, und was soll ich sagen … es beinhaltet eine Geschichte, die die Leser spaltet. Es gibt die, die ganz klar sagen, dass sie Marie verstehen, und die anderen, so wie ich, finden sie einfach nur egoistisch und kalt. Aber wie kommt es dazu?

Nun, Marie ist eine junge Frau. Sie hat einen tollen Mann, der sie auf Händen trägt und auch der Sex mit ihm stimmt. Die Kinder sind wohlerzogen und artig. Die Familie lebt in einem tollen Haus, hat Freunde, Marie einen Job, der ihr Spaß macht. Also alles, was sich der Mensch wünscht, um glücklich zu sein. Und dann passiert das, was ich einfach nicht verstehen kann. Sie trifft einen Mann, fühlt sich ihm nahe, weil sie ihn an ihre Kindheit und Jugend erinnert. Etwas Vertrautes ist zwischen ihnen, was aber nicht benannt werden kann. Maries körperliche Sehnsucht zu Serge wird immer größer, bis die beiden endlich im Bett landen. Von dem Zeitpunkt an verletzt Marie alle Menschen um sich herum und denkt nur noch an sich und ihr Leben. Sie versucht zwar ihr Leben mit Johannes wieder in den Griff zu bekommen, doch meiner Meinung nach nicht genug. Ich frage mich nach wie vor, was veranlasst eine Frau, die alles hat, dies aufzugeben und mit Füßen zu treten. Sie weiß doch gar nicht was sie mit Serge erwartet. Nur weil sie sich ihm irgendwie verbundener fühlt? Weil Verletzungen in der Kindheit und Jugend plötzlich aufbrechen? Dafür gibt es Therapien und Therapeuten. Wie auch immer … Marie geht ihren Weg, ob er mir gefällt oder nicht …

Wie ihr seht, ein Buch, das viele Fragen aufwirft. Eines ist jedoch klar … diese Geschichte ist sehr spannend geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite habe ich gespannt geschaut was passiert, auch wenn mir die Protagonisten bis zum Schluss nicht ans Herzen gewachsen ist, ich sie einfach nur egoistisch fand. Aber macht euch euer eigenes Bild.

4 von 5 Sternen

Wie ein einziger Tag das ganze Leben verändern kann

 

Mare Verlag Fester Einband 272 Seiten Erscheinungsdatum: 08.07.2014 Preis: 20,00 € ISBN: 9783866481961

mare
Fester Einband
272 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.07.2014
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783866481961

Klappentext
Ein reicher Stockholmer Vorort in den Sechzigerjahren: Laurits liebt das Spielen mit seinem besten Freund, das Schwimmen und Tauchen am Sommerhäuschen und vor allem die Klavierstunden bei Fräulein Anderson. Überall fühlt er sich wohler als in Gegenwart seiner überspannten Mutter und des dominanten Vaters, der für seinen Sohn eine Zukunft als Mediziner vorsieht. Doch als Laurits achtzehn wird, ist eine Karriere als Konzertpianist zum Greifen nahe, und er spielt um sein Leben.
Dann kommt alles anders als gedacht; Laurits findet seine Bestimmung als Arzt – und mit seiner großen Liebe Silja und der gemeinsamen Tochter Liis das Glück. Bis er Jahre später bei einem Familienfest erfahren muss, dass sein Leben auf Sand gebaut ist. Er trifft eine folgenschwere Entscheidung …

∗∗∗∗∗
Das Buch setzt mit seiner Geschichte im August 2005 ein. Lawrence Alexander lebt und arbeitet auf einem Luxusdampfer. Tag für Tag und Abend für Abend unterhält er die Reisenden an Bord mit seiner Musik am Piano. Wenn er jedoch nachts wach in seiner Kabine liegt, erinnert er sich an anderes Leben. An das Leben als Laurits Simonsen.

In zwei Erzählsträngen wird das Leben von Laurits/ Lawrence erzählt. Dabei erfährt der Leser nach und nach, was im Leben von Laurits passiert ist und warum er heute als Lawrence lebt. Dabei baut die Autorin eine Spannung auf, die mich als Leser ans Buch fesselt. Seite für Seite erhält man Einblick in ein Leben, das anders verläuft als geplant/ gewünscht. Doch das Ende … das Ende macht mich erst einmal sprachlos. Damit habe ich nicht gerechnet. Mir bleibt die Luft weg, es treibt mir die Tränen in die Augen und es zwingt mich, mich an eine Tragödie zu erinnern, die seinerzeit ein ganzes Land in Trauer stürzte und alle Menschen dieser Welt erschütterte.

Wundervolle und spannend erzählt … von der ersten bis zur letzten Seite. Unbedingt lesen …

5 von 5 Sternen

Was wäre wenn …

 

Zsolnay-Verlag Fester Einband   192 Seiten Erscheinungsdatum: 28.07.2014  Preis: 16,90 € ISBN: 9783552062559

Zsolnay-Verlag
Fester Einband
192 Seiten
Erscheinungsdatum: 28.07.2014
Preis: 16,90 €
ISBN: 9783552062559

Klappentext
Cécile, 47, hat das Wochenende bei den Eltern verbracht. Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft – die Eltern werden auch immer anstrengender – im Frühzug und ärgert sich, dass sie nicht schon am Vorabend zurück zu Mann und Kind gereist ist.
Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc.
Und auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch sie schweigen geschockt. Beide.
In den eineinhalb Stunden bis Paris erinnert sich Cécile und Philippe – jeder für sich -, wie verliebt sie vor fast dreißig Jahren waren, als sie zusammen ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet …

∗∗∗∗∗

Zwei Menschen treffen sich nach über dreißig Jahren durch Zufall wieder. Zuerst einmal sind beide geschockt und tun so, als kennen sie sich nicht. In wechselnden Perspektiven erzählen Cécile und Philippe aus ihrem Leben … heute und damals. Beiden wird schnell klar, dass sie nicht mehr die sind, die sie waren. Die Verletzungen und das Leben haben andere Menschen aus ihnen gemacht. Sie erinnern sich jeder für sich an die gemeinsame Zeit und was hätte werden können wenn …

Diese kurzweilige Geschichte hat man schnell gelesen. Der Autor hält von Anfang an eine gewisse Spannung, in dem er bis zum Ende offen lässt, ob sich einer dem anderen zu erkennen gibt. Dazwischen erfährt der Leser wie die beiden Protagonisten sich kennen und lieben gelernt haben, warum sie sich trennten und was sie im Jetzt machen und wen sie lieben.

Mir hat das Buch ganz gut gefallen, muss jedoch sagen, dass ich auch ein wenig enttäuscht war. Ich habe Blondels „Zweiundzwanzig“ gelesen und war begeistert. Doch dieses Buch hier kann auf gar keinen Fall mit dem Niveau in Sprache, Stil und Story von „Zweiundzwanzig“ mithalten! Schade!

4 von 5 Sternen